Sie kämpft mit Herzblut für eine bessere Vesorgung

Ehrenamt Limbacherin erhält Annen-Medaille des Freistaates für besonderes Engagement

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Die Limbacherin Angelika Grunwald hat die Annenmedaille für ihr Engagement in Afrika erhalten. Foto: Steffi Hofmann

Limbach-Oberfrohna. Jährlich können bis zu 20 Bürger aus dem gesamten Freistaat die Auszeichnung "Annen-Medaille" erhalten. Sie wurde im Jahre 1995 von der Sächsischen Staatsregierung zum Andenken an die wohltätige Kurfürstin Anna von Sachsen gestiftet und ehrt seit 23 Jahren Personen, deren Leistung "weit über das Normale hinausgeht".

"Auf das Bürgerschaftliche Engagement in unserem Freistaat Sachsen können wir stolz sein, ob am Kinderschutztelefon oder bei der Begleitung Haftentlassener", sagte Sozialministerin Barbara Klepsch anlässlich der letzten Verleihung der Annen-Medaille in Dresden.

Verein good good Kenia für eine bessere Wasserversorgung

Unter den Ausgezeichneten war eine Limbacherin. Angelika Grunwald engagiert sich seit Jahren für Menschen in Afrika. Vor zehn Jahren gründete sie gemeinsam mit einer Ärztin und Krankenschwestern vom Diakoniekrankenhaus Hartmannsdorf den Verein good good Kenia, dem mittlerweile 18 Mitglieder angehören. Mehrere Container voll von Krankenhausbetten, Kleidung und Schreibmaterial konnten durch das Engagement des Vereins bereits nach Afrika verschifft werden.

In Lemek, einem Dorf der Masai westlich von Nairobi, haben die Mitglieder im Jahr 2013 von den Einwohnern vier Hektar Land kaufen können. Dort wurde eine kleine Krankenstation aufgebaut. Aktuelles Projekt ist die Schaffung eines Brunnens in Lemek. "Wir wollen eine permanente, nicht korrupte Wasserversorgung für die Schule, die Krankenstation und die Familien, die dort leben. Sie müssen oft kilometerweit für Wasser laufen", so Angelika Grunwald.

Auch die Kleiderkammer entstand aus Angelika Grunwalds Engagement

Aber nicht nur für die Menschen Afrikas, sondern auch für Flüchtlinge in Limbach-Oberfrohna engagiert sich die 63-Jährige mit Herzblut. Sie eröffnete vor zwei Jahren eine Kleiderkammer auf der Marktstraße, die den Asylbewerbern nötige Sachen zur Verfügung stellte. Außerdem übernimmt sie Botengänge, fährt Flüchtlinge zu Terminen, vermittelt Praktika oder nimmt sich einfach nur Zeit für Gespräche.