Sie war Komparsin bei "In aller Freundschaft"

Menschen Franziska Görner fühlte sich wie ein Serienstar

Oberlungwitz. 

Oberlungwitz. Im Juli fühlte sich Franziska Görner wie ein Fernsehstar. Die 30-jährige Oberlungwitzerin konnte sich einen großen Traum erfüllen: Sie spielte als Komparsin bei der MDR-Erfolgsserie "In aller Freundschaft" mit. Im Vorfeld hatte sie sich beworben, als anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Serie 20 Komparsen gesucht wurden.

Verletzungen waren alle unecht

"Ich schaue die Serie ja von Anfang an und kann mich noch gut erinnern, wie ich als Kind mit meiner Mutti auf dem Sofa saß", sagt sie. Einmal mitzuspielen war natürlich ein Traum. Vor einer Filmkamera hatte sie allerdings noch nie gestanden. Nur ein paar Fotoshootings hat die Oberlungwitzerin schon hobbymäßig absolviert. Mit ihren Bildern und ihrer Bewerbung konnte sie offenbar überzeugen: Sie erhielt eine Einladung zum Seriendreh, der Anfang Juli in Leipzig stattfand. In ihrer Rolle war eine Verletzte, die bei einer Massenpanik zu Schaden gekommen war. Für blaue Flecken und blutige Lippen sorgen aber zum Glück nur die Visagisten in der Maske. "Ich hatte schon Bedenken, ich kann ja kein Blut sehen", berichtet sie. Gedreht wurden unter anderem ihre Einlieferung ins Krankenhaus und eine Szene im Krankenzimmer, wobei die Oberlungwitzerin aber keinen Text zu sprechen hatte.

Ihr Traum: Eine Statistenrolle

"Ich hätte nie gedacht, wie viele Leute hinter der Kamera mit dabei sind", sagt Görner, die auch miterlebte, wie viel Arbeit in einer kleinen Szene stecken kann. Vor Ort seien auch Experten gewesen, die sich mit Medizin und der Arbeit im Krankenhaus auskennen, damit die Folgen so authentisch wie möglich werden. Angetan war sie von den Stars, die in den Hauptrollen zu sehen sind. Denn die seien wirklich sympathisch und locker im Umgang mit den Komparsen gewesen. Nach dem Dreh träumte Franziska Görner davon, vielleicht regelmäßig eine kleine Statistenrolle spielen zu können und fieberte der Ausstrahlung im Oktober entgegen.

Doch gab es eine Überraschung, die nicht für Freude sorgte. "Ich war nur ganz kurz zu sehen, das hatte ich mir nach den vielen Aufnahmen schon anders vorgestellt", sagt sie etwas enttäuscht. Grund zur Freude gibt es trotzdem: Denn Franziska Görner erwartet im April das zweite Kind.