So feiert das Karl-May-Haus den 175. Ehrentag des Namensgebers

Museum Sonderausstellungen mit multimedialen Präsentationen

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Der Abenteuerschriftsteller Karl May (1842-1912). Repro: Markus Pfeifer

Hohenstein-Ernstthal. Der 25. Februar 2017 ist ein besonderer Termin für Karl-May-Fans. Der Abenteuerschriftsteller (1842 bis 1912) wäre an diesem Tag 175 Jahre alt geworden. Nicht nur in seiner Geburtsstadt Hohenstein-Ernstthal wird sich mit dem Ehrentag beschäftigt. Auch das Karl-May-Museum in Radebeul, der Bamberger Karl-May-Verlag und verschiedene Ausstellungen beschäftigen sich mit dem Literaten, der als der deutsche Autor gilt, der am meisten gelesen wurde.

"Wir unterstützen auch andere Museen und Ausstellungen", nennt André Neubert, Leiter des Karl-May-Hauses in Hohenstein-Ernstthal, eine von verschiedenen Aufgaben, die ihn derzeit beschäftigen. Natürlich wird es auch eine eigene Sonderausstellung geben. Sie wird am 25. Februar, 15 Uhr, in der Karl-May-Begegnungsstätte eröffnet und trägt den Titel "Stehaufmännchen Winnetou - Karl May und die literarischen Adaptionen". Sie beschäftigt sich damit, wie andere Autoren die Helden, die der Abenteuerschriftsteller mit seiner riesigen Fantasie schuf, weiterentwickelten und dafür sorgten, dass sie immer wieder aktuell sind.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 5. März. Das Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal, das als Museum seit 1985 an Leben und Werk des bekanntesten Sohnes der Stadt ist, steht ebenfalls im Blickpunkt. Denn schließlich wird schon seit einiger Zeit über eine Erweiterung mit einem Depotgebäude diskutiert. "Es ist schon eine Hoffnung, dass es dieses Jahr losgehen kann", sagt Neubert, aus dessen Sicht es wichtig ist, dass Platz für die vielen Exponate geschaffen wird, die in verschiedenen Sammlungen auf eine Präsentation warten. Knapp zwei Millionen Euro, vor allem aus Fördermitteln, sollen in den Neubau fließen.

Derzeit wird im Museum regelmäßig dafür gesorgt, dass es neue Inhalte in den multimedialen Präsentationen gibt, die sich Besucher dank moderner Technik anschauen können. Doch auch die historische Weberstube oder der Fremdsprachenbereich, der sich mit den in bisher 47 Sprachen übersetzten Geschichten befasst, sind Themenschwerpunkt im Museum.