So schützt Glauchau die Insektenwelt

Umweltschutz Teilmahd für Artenvielfalt

Glauchau. 

Glauchau. Auf einigen Rasenflächen im Stadtgebiet von Glauchau hat der Baubetriebshof bisher auf einen Grünschnitt verzichtet - aus gutem Grund. Damit soll ein Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und der heimischen Insektenwelt geleistet werden.

Die Stadt hat sich für eine sogenannte Teilmahd entschieden. Dabei werden wegbegleitende Wiesenbereiche intensiv gemäht, der Rest der Fläche wird ein- bis maximal zweimal gemäht. "Zudem wird erst gemäht, wenn die Gräser und Blumen die Chance erhalten haben, ihre Samen zu verbreiten. Eine Wiederkehr fürs nächste Jahr ist somit wahrscheinlicher", sagt Rathaussprecherin Bettina Seidel.

Der Imkerverein und die Wiesenfreunde unterstützen das Ganze

Die Kreisnaturschutzstation in der "Gräfenmühle" unter Trägerschaft des Landschaftspflegeverbandes Westsachsen unterstützt das Vorhaben von Beginn an und wird auch die praktische Wiesenpflege auf Teilflächen übernehmen. Von Vorteil ist, wenn das Gemähte ein bis zwei Tage liegen bleibt, so können die Insekten in die verbleibende Wiese "flüchten".

Unterstützung gibt es vom Imkerverein Glauchau und Umgebung sowie der Regionalverband Werdau/Glauchau der Gartenfreunde. Beide haben zugesichert, Flächen in Glauchau in Patenschaft zu übernehmen beziehungsweise anzulegen. "Die Stadt Glauchau bittet um Verständnis", so Bettina Seidel.