Sportfest geht in Limbach-Oberfrohna bei Rekordtemperaturen über die Bühne

Sportfest Kinder und Jugendliche bei Hitze sehr aktiv

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Die Wetterexperten hatten für den 26. Juni schon Tage im Voraus Rekordtemperaturen angekündigt. Mit einem Extra-Zelt, um Schatten zu spenden, einem Rasensprenger im Dauerbetrieb und Planschbecken, die über das gesamte Waldstadion verteilt waren, sorgten die Veranstalter dafür, dass die rund 1.800 Kinder bei der Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sich zwischendurch ausruhen und erfrischen konnten. Der guten Laune tat die Hitze beim sechsten Tourstopp 2019 keinen Abbruch.

 

Sportbegeisterung war bei allen zu spüren

Schon beim gemeinsamen Aufwärmen um 7:30 Uhr war die große Sportbegeisterung bei allen zu spüren. Danach verteilten sich die Mädchen und Jungen auf die verschiedenen Sportabzeichen-Disziplinen. Nur die Ausdauer-Prüfungen im Laufen über 800- und 3.000-Meter hatte man schon im Vorfeld gestrichen. Immer wieder wurden die jungen Sportler animiert, genug zu trinken, sich mit Sonnenschutz einzucremen, zwischendurch Pausen im Schatten einzulegen und aufeinander aufzupassen. Moderatorin Miriam Höller begleitet die Tour als Sportabzeichen-Botschafterin ebenso wie der frühere Weltklasse-Zehnkämpfer Frank Busemann. Der mehrmalige Paralympics-Sieger im Skirennen Gerd Schönfelder war weiterhin am Start. "Klar ist man als Wintersportler andere Temperaturen gewohnt", sagte Gerd Schönfelder, der in diesem Jahr seinen ersten Tourstopp absolvierte. "Vielleicht ist das heute nicht der richtige Tag, um im Ausdauerbereich seine Bestleistungen abzurufen, dafür ist es bei Sprintaktionen besser, wenn die Muskulatur warm ist. Ich bin echt begeistert, wie das hier abgelaufen ist. Ich habe gesehen, dass überdurchschnittlich viele wirklich gute Sportlerinnen und Sportler am Start waren."

Außerdem freute er sich über die interessierten Fragen der Kinder, die genau von ihm wissen wollten, wie er seinen rechten Arm und die Finger an der linken Hand verloren hat und wie er zum Beispiel isst oder Auto fährt. "Am Ende wollten sie alle ein Autogramm." Für den lokalen Sport war Rennrodler Nico Semmler zum einzigen Tourstopp in Sachsen gekommen. Der DOSB war mit der Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung Petra Tzschoppe vertreten. Sie bedankte sich im Namen des DOSB bei der Stadt, dem Laufverein Limbach 2000, dem Kreissportbund Zwickau und dem Landessportbund Sachsen für die hervorragende Organisation der Veranstaltung. "In Sachsen steigen die Zahlen der Abnahmen beim Deutschen Sportabzeichen. Im vergangenen Jahr gab es im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 4,5 Prozent. Das waren 1.000 Deutsche Sportabzeichen mehr", freute sich Petra Tzschoppe, die selbst in Sachsen lebt, wo sie an der Universität in Leipzig an der Sportwissenschaftlichen Fakultät das Fachgebiet Sportsoziologie leitet.

 

Cornelia Etzold für ihren Einsatz geehrt

Für ihren besonderen Einsatz rund um das Deutsche Sportabzeichen wurde Cornelia Etzold geehrt. Die Schulleiterin und Sportlehrerin der Grundschule Rußdorf ist mit ihren Schülern regelmäßig beim Sportabzeichen-Wettbewerb in Sachsen dabei. Seit über 20 Jahren nimmt sie selbst als Prüferin die einzelnen Disziplinen ab. Deswegen wurde sie dem DOSB und dem diesjährigen Themenpartner, dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) für die Kampagne "Engagement macht stark!" vorgeschlagen. Am Nachmittag konnten dann alle, die Lust hatten, das Sportabzeichen ablegen. Für Oberbürgermeister Jesko Vogel wurde es am Nachmittag um 17 Uhr noch einmal richtig spannend, als das Einlösen der Stadtwette auf dem Programm stand. Er hatte gewettet, dass die Stadt es nicht schafft, 500 Menschen auf den Rasen zu bringen, die gemeinsam zum Lied "Come to L.O!" tanzen. Seinen Wetteinsatz muss er nach der Auszählung per Drohne auf 517 Tanz-Teilnehmern einlösen: Beim Tierparkfest am 22. September wird er eine Stunde lang jeden Gast im Pinguinkostüm begrüßen.