Stadt Limbach beendet Arbeit mit Trägerverein der Kita Wolkenburg

Soziales Streit gipfelt in Kündigung

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Auch wenn dem Trägerverein gekündigt wurde - vorerst ändert sich nichts für die Kinder im Kinderland Muldental. Foto: Steffi Hofmann

Limbach-Oberfrohna. Eine Kita-Fassade à la Hundertwasser und ein in Gemeinschaftsarbeit gestalteter Bauwagen für die neue Waldgruppe - das sind zwei der großen Projekte der Kita "Kinderland Muldental" in Wolkenburg, die in der Vergangenheit für positive Schlagzeilen sorgten. Hinter diesen und anderen Projekten stand eine Elterninitiative, die sich 1998 gegründet hat, um die Kindertagesstätte aus kommunaler Hand in private zu übernehmen.

Aller sechs Wochen traf sich der Vorstand, um über Sachverhalte, die anliegen, zu beraten. Das waren zum Beispiel die Verteilung von finanziellen Mitteln, das Organisieren von Festen sowie Personalfragen - der Vorstand entschied über Einstellungen von Erziehern und Praktikanten. Doch nun ist Schluss damit. In der jüngsten Stadtratsitzung haben die Räte klar für eine Kündigung des Trägervereins gestimmt. Die tritt zum 31. August in Kraft und ist in erster Linie durch "eine Vielzahl von Unstimmigkeiten sowie Verstößen gegen die Vereinbarungen des Betreibervertrages" zustande gekommen, wie die Stadtverwaltung mitteilt. So wird dem Trägerverein zum Beispiel vorgeworfen, die Waldgruppe ohne Genehmigung betrieben und Fördermittel doppelt beantragt zu haben.

Der Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna sei es nun besonders wichtig, die Auswirkungen der Kündigung so gering wie möglich zu halten. Konkret heißt das: "Während der bis Ende August 2017 laufenden Kündigungsfrist - in der der Betrieb der Kindertagesstätte zunächst weiter vom bisherigen Träger der Einrichtung abzusichern ist - wird auf dem Wege eines so genannten Interessenbekundungsverfahrens ein leistungsfähiger und zuverlässiger Träger für die Kindertagesstätte gesucht", informiert Dietrich Oberschelp, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste. Dieses Neubesetzungsverfahren beinhalte, dass die Betreuungsverträge für die Kinder bestehen bleiben.