Stadt reagiert auf üble Gerüche in Schule

Bauprojekt Fußboden muss in mehreren Etappen erneuert werden

Werdau. 

Werdau. Von den Fußböden, die sich in der Umweltschule in Werdau befinden, geht eine Geruchsbelästigung aus. Deshalb muss die Stadtverwaltung nach der bereits 2019 durchgeführten Erneuerung des Belages im Werkraum nun weitere Baumaßnahmen in der Bildungseinrichtung vorbereiten.

Zur Sicherheit erfolgte eine Luft- und Materialfreimessung stichprobenweise in verschiedenen Etagen des Schulgebäudes. Im Ergebnis der Analyse durch ein Institut für Innenraumtoxikologie wurde festgestellt, dass alle gemessenen Stellen eine Schadstoffbelastung in unterschiedlicher Höhe aufweisen. Ursache scheint die Auflösung eines Klebstoffes zu sein, der beim Bau des Gebäudes zwischen 1976 und 1978 verwendet wurde, heißt es aus dem Rathaus. In den vergangenen Jahren wurde dieser Mangel bei einer ganzen Reihe von vergleichbaren Gebäuden in den neuen Bundesländern festgestellt.

Die Stadtverwaltung hat nach eigenen Angaben bereits verschiedene Maßnahmen eingeleitet. Es wurden Luftwäscher mit Aktivkohlefilter zur Luftreinigung aufgestellt. Dabei würde es sich um eine wirksame Sofortmaßnahme zum Reduzierung der Schadstoffbelastung und zum vorbeugenden Schutz der Nutzer handeln. "Es besteht gegenwärtig keine akute Gesundheitsgefährdung, dennoch gilt für uns eine Null-Toleranz-Grenze. Die Sicherheit der Kinder und Lehrer hat Vorrang und ist langfristig zu gewährleisten", sagt Werdaus Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste).

Deshalb soll in den Sommerferien im Juli und August 2020 mit der Sanierung der ersten Räume begonnen werden. Die Fußböden müssen bis auf die Rohdecke ausgebaut und ersetzt werden. Das gilt auch für die Räume in denen bisher nur eine geringe Schadstoffbelastung festgestellt wurde. Aufgrund des erheblichen Aufwands wird davon ausgegangen, dass die Maßnahme in Abschnitten über einen Zeitraum von mehreren Jahren umgesetzt werden kann.