Theater Plauen-Zwickau setzt Zeichen gegen Intoleranz

Aktion 120 Mitarbeiter gedenken den Opfern des NSU

Zwickau. 

Zwickau. Rund 120 Mitarbeiter der Theater Plauen-Zwickau inklusive der Geschäftsleitung haben am Montag rund eine Stunde Enver Simsek und den Opfern des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) gedacht. Es war nicht nur still, nein, es wurde auch gesungen und zwei Ansprachen gehalten. Intendant Roland May sagte: "Unsere Mitarbeiter bewegt das Geschehen und auch wir als Belegschaft stellen uns klar für eine offene Stadt Zwickau, die Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht toleriert."

 

Vor rund zwei Wochen hatten Unbekannte einen Baum, der in Gedenken an Simsek gepflanzt wurden war, abgesägt (BLICK berichtete). Seitens der Stadt wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Zwickauer Oberbürgermeisterin Pia Findeiß hatte das Absägen des Baumes als ruchlose Tat bezeichnet, die "von Intoleranz, mangelndem Demokratieverständnis und von Verachtung gegenüber Terroropfern und deren Angehörigen" zeugt.