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Westsachsen

Toter Baumstamm als neuer Lebensraum

Biotop Bewohner des alten Buchenstammes in Oberlungwitz

Oberlungwitz. 

Oberlungwitz. Im vergangenen Herbst wurde die große Blutbuche am Stadtwerke-Gebäude in Oberlungwitz gefällt, weil sie von einem Pilz befallen war. Doch ein Teil des Stammes blieb stehen und wird auch nicht so schnell verschwinden. "Das ist denke ich eher eine Frage von Jahrzehnten als von Jahren", sagt Naturschützer Kai Friedrich aus Gersdorf.

Er hatte sich dafür stark gemacht, dass ein Teil des Baumes stehen bleibt, damit er sich in einen Totholzbiotop verwandeln kann. Damit entsteht Lebensraum für verschiedenste Organismen. Fledermaus, Specht oder Waldkauz könnten sich ansiedeln, genauso auch eine Vielzahl von Insekten, darunter Wildbienen. Deshalb sei es laut Friedrich wichtig, auch an anderer Stelle abgestorbene Bäume oder zumindest Baumstümpfe stehen zu lassen. "Im Garten kann man sie ja auch von Efeu umranken lassen, dann sieht das sogar schön aus", sagt Friedrich.

Mit Unterstützung der Regionalgruppe Hohenstein-Ernstthal des Naturschutzbundes Bund hat er ein Schild angefertigt, das über das Totholzbiotop informiert. Stadtwerkschef Volker Brabandt hat sich nach eigenem Bekunden mittlerweile an den ungewohnten Anblick des Baumes gewöhnt und weiß um die ökologische Bedeutung. Im Herbst sollen auf der Grünfläche auch noch zwei neue Bäume gepflanzt werden.



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