Gersdorf. Seit der verheerenden Schlammflut im Spätsommer 2022 bangten die Gersdorfer um ihr altehrwürdiges Sommerbad, doch nun ist endlich klar, dass sie sich auf ein neues Bad freuen können. Kurz vor Weihnachten war der der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in der Gersdorfer Hessenmühle zu Gast und hatte die erhoffte Förderzusage im Gepäck. Über viele Monate hatten Staatsregierung, Landkreis und Gemeindeverwaltung nach Möglichkeiten gesucht, den erforderlichen Millionenbetrag aufzutreiben. "Es muss am Ende rechtlich sicher sein was wir machen", betonte der Ministerpräsident, wohl auch mit Gedanken an den Hickhack um den Bundeshaushalt, durch den die Berliner Ampel-Koalition so viel Ärger hat. Die erforderlichen 4,5 Millionen Euro, die voraussichtlich für die Rekonstruktion des Sommerbades erforderlich sind, kann der Freistaat Sachsen nun bereitstellen. Das Geld kommt unter anderem aus Haushaltstöpfen, die im abgelaufen Jahr nicht gänzlich geleert wurden.

 

Wahrscheinlich kann erst 2025 kann mit dem Bau begonnen werden

Die Zusage des Millionenbetrages ist aber nur eine Etappe auf einem langen Weg. Wie der Gersdorfer Bürgermeister Erik Seidel (parteilos) erklärte, wird die Umsetzung des Projektes dauern. Aufgrund der Größe des Vorhabens muss schon die Planung europaweit ausgeschrieben werden, was entsprechende Fristen zur Folge hat. Anschließend muss ein detaillierter Projektplan entstehen, da es bisher nur erste Ideen und Kostenschätzungen gibt. Mit einem Baubeginn wird daher erst im Jahr 2025 gerechnet.

 

 

Schlammflut im August 2022 war folgenschwer

Ende August 2022 war nach einem Unwetter auf angrenzenden Feldern eine Schlammflut durch das Badgelände und angrenzende Grundstücke gerollt. Danach gab es Aufräumarbeiten und erste Reparaturen am Hochwasserschutz, der sich beim jüngsten Hochwasser vom 23. auf den 24. Dezember bewährte. Doch lange bleib unklar, ob und wie die erforderlich Rekonstruktion des Bades finanziert werden kann. Denn für eine kleine Gemeinde wie Gersdorf ist das Bad ohnehin schon ein beachtlicher Kostenfaktor, der stets eine Herausforderung darstellt. Der Förderverein Sommerbad hat seit der Schlammflut auch schon fleißig Spenden gesammelt.

 


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