Umgestaltung zahlt sich aus

Wald Stadtförsterei muss sich derzeit vielfältigen Aufgaben widmen

Zwickau. 

Zwickau. In der vegetationsarmen Jahreszeit herrscht auch im Zwickauer Stadtwald reges Treiben. Dabei sind die Mitarbeiter der Stadtförsterei in diesem Jahr nicht nur mit dem üblichen Holzeinschlag während der winterlichen Vegetationsruhe beschäftigt. Parallel dazu müssen sie noch die Folgeerscheinungen von Stürmen, Trockenheit, Schneebruch und dem vermehrten Auftreten des Borkenkäfers beseitigen. Speziell in Sachen Schädlingsbefall ist Eile geboten. "Seit September gibt es in den alten Fichtenbeständen einen starken Borkenkäferbefall. Um die Käferepidemie einzudämmen, müssen bis zum Frühjahr betroffene Bäume gefällt und aus dem Wald geschafft werden", erklärte Stadtförster Reiner Freudenberg.

Bei der Schadensbegrenzung zahlt sich jetzt auch der seit zwei Jahrzehnten konsequent durchgeführte Waldumbau aus. Dessen Ziel ist es, einen gesunden und artenreichen Stadtwald mit einer ausgeglichenen Altersstruktur zu erreichen. Grundsätzlich ginge es dabei laut Freudenberg nicht darum, Nadelbäume gänzlich aus dem Stadtwald zu verbannen, sondern einen stabilen und gesunden Mischwald zu gestalten. Erreicht werden solle das unter anderem durch Naturverjüngung. Hierbei werden große Fichten aus den Beständen entfernt, um Eichen, Buchen und Kiefern, die sich durch Samenausfall im Unterholz entwickelt haben, genügend Raum zum Wachsen zu bieten.

Nadelbäume aus Nordamerika

Gleichzeitig gibt es aber auch Neuanpflanzungen von Nadelbäumen. Gesetzt werden insbesondere die aus Nordamerika stammenden Küstentannen und Douglasien. Freudenberg: "Beide kommen mit trockenen Sommern gut zurecht und wachsen relativ schnell heran. Wichtig ist allerdings, dass wir sie in den ersten Jahren durch Zäune vor Wildverbiss schützen."