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Uwe Wächtler macht heute die 60 voll

MOTORSPORT In allen Metiers bewandert

Sachsenring. 

Sachsenring. Mit dem Zwickauer Uwe Wächtler feiert ein Mann heute seinen 60. Geburtstag, der inzwischen nicht nur auf über vier Jahrzehnte aktiven Motorsport zurückblickt, sondern in diesen schon ziemlich viele verschiedene Sportgeräte bewegt hat. Zurückgetreten ist er bis dato im Prinzip noch nicht. Zum Beispiel gewann er bei seinem Gaststart im Rahmen des Breitensport-Events DMV-AMC Sachsenring Racingsdays im September letzten Jahres zusammen mit Steve Kirsch mit einem einen Porsche Cayman GT R das Langstreckenrennen zur National Endurance Serie (DMV NES 500).

Erfolge auf zwei Rädern

Geboren wurde Uwe Wächtler demzufolge am 5. März 1961 im damaligen Karl-Marx-Stadt und wuchs danach in der Rennstadt Hohenstein-Ernstthal auf. Dadurch war der Schritt zum Rennfahrer zwar nicht zwangsläufig, aber naheliegend. Mit 18 Jahren stieg er klassisch über Motorrad-Bergrennen in den Motorsport ein und kam bald auf die Rundstrecken der ehemaligen DDR. Seinen ersten großen Erfolg in der DDER-Meisterschaft feierte er 1986 mit Endrang drei in der Klasse 250 ccm Einzylinder. Diese Kategorie sollte bis zum Ende der DDR 1990 seine Klasse sein. So wurde er 1988, 1989 und 1990 hier jeweils Vizemeister. Zwei Mal verhinderte sein damaliger Dauerrivale, der Bischofswerdaer Michael Freudenberg, den ganz großen Wurf und beim Abgesang der DDR und damit auch der DDR-Meisterschaft musste er dem Auerbacher Gerd Schiemank den Vortritt lassen.

Seinen größten Erfolg bei seinem Heimrennen feierte Uwe Wächtler 1988, indem er das nationale Rennen der 250-ccm-Einzylinderklasse gewann. Beim Lauf zum "Pokal für Frieden und Freundschaft", der Halb-Europameisterschaft der einstigen Ostblockstaaten, wurde er in jenem Jahr zwischen Eduardo Cenzano und Jose Lazo aus dem angegliederten Kuba starker Zweiter. 1989 belegter er hinter Michael Freudenberg und 1990 hinter dem Tschechen Michal Puskar ebenfalls den Silberrang.

Auch mit doppelter Radzahl gut unterwegs

Kurz nach der Eröffnung des Verkehrssicherheitszentrums Sachsenring stieß Uwe Wächtler als einer der ersten Instruktoren zu selbigem. Seit vielen Jahren begleitet er die Funktion als Leitender Trainer.

Nach einem Motorrad-Comeback im MuZ-Cup, bei dem er sich bei einem Sturz 1998 ausgerechnet auf dem Sachsenring ziemlich schwer verletzte, und einem Abstecher in den Rallyesport zur Jahrtausendwende, verlegte er seine motorsportlichen Aktivitäten mehr und mehr in den Automobil-Rundstreckensport. In der Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife holte er 2011 und 2012 gemeinsam mit dem Mittelbacher Autohauschef Markus Fugel in einem Honda Civic jeweils den Klassensieg in der SP. Zudem belegten sie in beiden Jahren in der alle Klassen übergreifenden Gesamtwertung den siebenten Rang. Hinzu kommt 2014 ein dritter Endrang im Opel OPC Cup im Rahmen der Langstrecken Meisterschaft Nürburgring.

Wenn auch derzeit nicht allzu viel sicher ist, ist eines gewiss - Uwe Wächtler wird wohl auch in diesem und in den nächsten Jahren irgendein Rennfahrzeug wieder mit maximalem Tempo über irgendeine Rennstrecke prügeln.



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