Vogtland-Philharmonie gastiert im "Weißen Ross"

KULTUR Klassisches Konzert mit besonderen Vorzeichen

Langenbernsdorf. 

Langenbernsdorf. Die Musiker der Vogtland-Philharmonie Greiz-Reichenbach sind im Saal des Langenbernsdorfer "Weißen Rosses" inzwischen Stammgäste. Als Stefan Fraas mit seinen Mitstreitern am vergangenen Samstag in der Gemeinde gastierte, war dennoch vieles anders.

Freude übers Spielen ins Gesicht geschrieben

"Durch Corona brauchen wir mit unseren 15 Musikern genauso viel Platz, wie wir sonst mit dem vollen Orchester mit 65 Leuten planen müssen", meinte der Generalmusikdirektor, welcher dieses Mal auch keine 250 Zuschauer im Saal hatte.Nach dem bestätigten Hygienekonzept durften gerade mal 60 Leute in den Saal, weshalb es eher spontan zwei Konzerte mit den Vogtländern gab. "Wenn es hätte sein müssen, hätten wir auch drei Konzerte hintereinander gespielt", meinte Stefan Fraas, dem die Freude für die Möglichkeit des Spielens ins Gesicht geschrieben stand.

Ein eher außergewöhnliches Serenaden-Konzert

Der Gesangverein zu Langenbernsdorf wollte das Orchester auf der Suche nach Spielmöglichkeiten unterstützen und hat es eingeladen. "Bis jetzt haben wir fünfmal in Kirchen gespielt, hier spielen wir zum ersten Mal wieder in einem Saal", sagte Stefan Fraas, der übrigens für sein komplettes Orchester unter Beachtung der Abstandsregeln ein halbes Fußballfeld gebraucht hätte. Auch so war das Serenaden-Konzert mit Mozarts "Serenata Notturna" und Vivaldis "Die vier Jahreszeiten" eher außergewöhnlich. Die Violinenspieler beispielsweise standen vor ihren Notenständern, von denen jeder Musiker seinen eigenen hatte. "Das sind nun mal die Bedingungen, unter denen wir in diesen Zeiten spielen dürfen", meinte Stefan Fraas lächelnd.