VW-Biene schwirrt übers Werksgelände

Nachhaltigkeit 25 Bienenstöcke am Rande des VW-Werkes in Mosel

Mosel. 

Mosel. Auf dem Gelände des VW-Werkes in Mosel gibt es jetzt eine ganz besondere Produktionsstätte. Am Rande einer abseits des alltäglichen Trubels gelegenen Wiese hat der Mülsener Berufsimker Sven Rudolph auf eine Initiative des Unternehmens hin, 25 Bienenstöcke aufgestellt. Der Standort wurde bewusst gewählt, denn unweit davon befinden sich nicht nur eine Streuobstwiese und Biotope, sondern auch landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Diese Woche wurde das Projekt dem sächsischen Umweltminister Thomas Schmidt vorgestellt, der zu einem Besuch im VW-Werk Mosel weilte. Der Landespolitiker (Mitte) durfte gemeinsam mit Dirk Coers, VW-Sachsen-Personalgeschäftsführer, nicht nur "hautnah" einen Blick auf eine der Bienenwaben werfen, sondern bekam ein Glas der ersten Honigausbeute geschenkt.

 

Verkaufserlös soll in Nachhaltigkeitsprojekte fließen

Maximal 3000 Gläser Honig könnten die mehr als ein Million "VW-Bienen" im Verlauf eines Jahres produzieren. Verkauft wird das Naturprodukt unter dem Namen "Werkbiene" künftig ausschließlich an die Werksangehörigen. Der offizielle Verkaufsstart für die Sommerernte ist für August geplant. Bei der Verwendung des Erlöses hat Volkswagen schon jetzt klare Vorstellungen. Das Geld wird in regionale Nachhaltigkeitsprojekte fließen.

VW-Sachsen-Personalgeschäftsführer Dirk Coers erklärte, weshalb sich das Unternehmen für dieses Projekt so stark macht: "Bienen sind für das Ökosystem von besonderer Bedeutung. Mit der Ansiedlung unserer Bienenvölker setzen wir ein klares Zeichen für den Erhalt der Artenvielfalt." Im Freistaat ist Zwickau das erste VW-Werk mit eigenem Bienenbestand. An anderen Standorten des Konzerns wird das allerdings schon länger praktiziert.