Wenn der OB mal Licht ans Fahrrad macht

FASCHING Werdauer Narren nehmen das Thema Umwelt aufs Korn und bauen Stadtoberhaupt gleich mit ein

Werdau. 

Werdau. Das aktuelle Dienstfahrzeug von Oberbürgermeister Sören Kristensen haben die Narren vom Werdauer Faschingsclub (WFC) wohl nur zu gern in ihr Programm aufgenommen. Schließlich ging es den Damen und Herren unter der Überschrift "Wasser-Nebel-Feuer-Show - Creta Oh! Oh! Oh!" ein Stück weit um die derzeitige Umweltdiskussion, die der WFC von mehreren Seiten beleuchtet. Und weil Werdaus Stadtoberhaupt halt mit dem Fahrrad unterwegs ist, war das eine Steilvorlage für Programmgestalterin Anja Matthes. Flugs wurde ein sichtlich in die Jahre gekommenes Klappfahrrad auf die Bühne gestellt. An dem war ein moderner Scheinwerfer angebracht, den Sören Kristensen ohne elektrische Unterstützung mit nur wenigen Tritten - unter dem Beifall des Publikums im Saal der Stadthalle - zum Leuchten brachte. "Wäre der OB nicht da gewesen, hätte mein Vater diesen Gag selber machen müssen", lachte mit Jan Pfeifer der momentane Chef des Werdauer Faschingsclubs, dessen Vater Bernd Pfeifer bereits zur Machtübernahme im November am Rathaus als Kristensen-Doppelgänger in Erscheinung getreten war.

Lokale Themen spielend verpackt

Der radfahrende OB war bei weitem nicht der einzige Umweltaspekt, den die Werdauer Narren auf die Schippe genommen hatten. So spielten beispielsweise auch die Müllentsorgung, die Hundehaltung und generell der Umgang mit der Natur eine Rolle. Lokale Schwerpunkte wie der Bahnhof oder das Hallen- und Freibad Webalu als möglicher Zulauf für die Teiche im Kranzberggrund waren ein Thema. "Ich war am Anfang schon ein bisschen überrascht, mit welchem Interesse das Publikum die einzelnen Gags verfolgten", meinte Jan Pfeifer, der selbst in verschiedenen Rolle auf der Bühne stand.