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Werdau: Begrünung anstatt Industriebrache

REVITALISIERUNG Ehemalige Tuchfabrik macht Platz für Natur

Werdau. 

Werdau. Mit Sicherheit werden sich in ein paar Jahren nur noch die älteren Werdauer daran erinnern, dass bis zum Herbst 2020 gegenüber dem Platz der Solidarität einmal die Tuchfabrik Bäßler & Ullrich gestanden hat. Dann nämlich werden auf dem knapp 13 Hektar großen Areal Bäume, Sträucher und andere Pflanzen das Bild bestimmen. So zumindest sind die Pläne der Stadt Werdau, die im Jahr 2016 die Fläche mit dem inzwischen zum Teil eingestürzten Gebäuden erwarb sowie in diesem Mai die Beschlüsse zum Abbruch der Ruine und zur Revitalisierung der Fläche auf den Weg brachte. Inzwischen ist von den Mauern der ehemaligen Tuchfabrik einschließlich des Wohnhauses und der Uferbefestigung in Richtung Pleiße nichts mehr zu sehen. Ein Abrissunternehmen aus dem Vogtland hat in den letzten Wochen ganze Arbeit geleistet, so dass auf der Baustelle jetzt die Landschaftsbauer mehr oder weniger das Sagen haben.

"Das Gelände wird neu modelliert und gleichzeitig Stauraum für die Pleiße geschaffen", sagte Karsten Piehler vom Fachbereich Stadtentwicklung und Bau im Rathaus. Die abschließende Neugestaltung des Geländes als naturnahe öffentliche Grünfläche zur Erholung wird erst im neuen Jahr gestartet. Neben der Ansaat von verschiedenen Blühmischungen erfolgt eine biotopgerechte Gestaltung der einzelnen Ebenen mit Gehölzen verschiedener Arten. "Der Grundgedanke besteht darin, die Flächen gestalterisch und funktionell zu verbinden und das Potenzial der Pleiße zu fördern", betonte Karsten Piehler. Die Kosten für die gesamte Maßnahme - Abbruch und Revitalisierung - liegen aktuell bei rund 1,54 Millionen Euro.



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