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Werdau: Pfarrer predigt vor geparkten Autos

GOTTESDIENSTPREMIERE Werdauer Kirchgemeinde nimmt Idee aus Celle auf

Werdau. 

Werdau. Bevor am kommenden Sonntag in den Gemeinden die Gottesdienste mit verschiedenen Auflagen wieder in den Kirchen über die Bühne gehen können, gab es auf dem Parkplatz in der Werdauer Burgstraße eine Premiere. Pfarrer Andreas Richter und seine Mitstreiter aus der Marienkirchgemeinde veranstalteten einen Autogottesdienst. Die Idee dazu hatte Birgit Jüstel aus dem Pausaunenchor der Gemeinde gehabt. "Eine Freundin aus Celle hatte mir Bilder von einer ähnlichen Veranstaltung ihrer Kirchgemeinde geschickt, was ich mir auch für Werdau gut vorstellen konnte", meinte die Frau.

Ungewöhnliche Aktionen für ungewöhnliche Zeiten

Die Idee fand im Kirchenvorstand offene Ohren und wurde binnen weniger Tage umgesetzt. "Es ist gut, wenn man auf einige Partner zurückgreifen kann", meinte Pfarrer Andreas Richter, der vor dem Gemeindezentrum mindestens ein Podest und eine Lautsprecheranlage brauchte. "Den Posaunenchor haben wir im Haus", lachte der Kirchenmann, welcher zum ersten Mal vor geparkten Autos eine Predigt hielt. "In ungewöhnlichen Zeiten muss es wohl auch ungewöhnliche Aktionen geben. Mich hat es aber gefreut, dass so viele Leute mit ihren Autos auf den Parkplatz gekommen sind", sagte Andreas Richter.

Die 30 Stellplätze auf dem Areal am Gemeindezentrum waren bis auf den letzten Platz besetzt, nachdem Helfer beim Einparken mehr oder weniger geholfen hatten. "Meine Sorge war, dass zu viele Leute angefahren kommen und wir sie wieder nach Hause schicken müssen", sagte Birgit Jüstel nach dem Gottesdienst.