Werdauer Hausbesitzer müssen nun höhere Grundsteuern zahlen

Haushaltsplan Mehreinnahmen fließen in das "Webalu"

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Foto: Getty Images/iStockphoto/OlegGr

Werdau. Im Hallen- und Freibad "Werdauer Badelust" bleibt das Licht an. Die Einrichtung kann weiterbetrieben werden - allerdings mit deutlich reduzierten Öffnungszeiten. Das steht nach der jüngsten Stadtratssitzung und dem Beschluss des Haushaltsplanes fest. Das Zahlenwerk wurde am Donnerstag mit 15 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen bestätigt.

Das ändert sich für dir Bürger:

Die Grundsteuer B (für bebaute Grundstücke) wird erhöht - von 455 auf 520 Prozentpunkte. Das bedeutet in Zahlen: Für ein kleines Eigenheim müssen rund 2,75 Euro im Monat mehr bezahlt werden. Für ein Mehrfamilienhaus steigen die Steuern um rund acht Euro im Monat. Die Mehreinnahmen aus der Grundsteuer, Kreditaufnahme und Griff in die Rücklage machen sich erforderlich, um die städtischen Tochtergesellschaften zu stärken und den Webalu-Weiterbetrieb zu sichern.

An der Erhöhung der Grundsteuer führte kein Weg vorbei

Die Stadt stellt bis 2021 jährlich eine Finanzspritze von 652.000 Euro zur Verfügung. "Die Entscheidung hat sich der Stadtrat nicht leicht gemacht und lange verschiedene Lösungsmöglichkeiten untersucht. In der Diskussion am Donnerstag wurde nochmal deutlich, dass alle Fraktion die Erhöhung der Grundsteuer auf über 500 Prozentpunkte für unausweichlich eingeschätzt haben", sagt Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU).

Durch den Beschluss des Haushaltsplanes können nun auch die Vorbereitungen für weitere Investitionen vorangetrieben werden. Zu den Schwerpunkten gehören die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges für die Ortsfeuerwehr in Leubnitz und der Ausbau der Informationstechnik an den Bildungseinrichtungen.