Wie barrierefrei ist der Lutherweg?

Barrierefreiheit Abschnitt in Crimmitschau unter die Lupe genommen

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Die Delegation war am Dienstag auf dem Lutherweg unterwegs. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Das Ziel ist klar: Auf dem Lutherweg, der 27 Orte der Reformation auf 550 Kilometern verbindet, soll es möglichst viele barrierearme und -freie Abschnitte geben. Mit dem Leader-Kooperationsprojekt "Qualitätsmanagement Lutherweg in Sachsen" ist nun eine Bestandsaufnahme möglich.

Zum Auftakt waren die Mitarbeiter des Qualitätsmanagements am Dienstag zwischen Zisterzienserkloster in Frankenhausen und dem Rüstzeitheim in Lauenhain unterwegs. Dabei wurde eine Strecke von zehn Kilometern zurückgelegt.

Unterwegs hat Koordinatorin Romy Tippner immer wieder Stift und Zettel herausgesucht. Der Grund: Engstellen, Abschnitte mit einem zu hohen Neigungswinkel und fehlende Hinweisschilder wurden dokumentiert. Die Auswertung soll an die Stadtverwaltung in Crimmitschau, die mit Wirtschaftsförderin Andrea Beres vertreten war, übergeben werden. Sie kann sich um die Beseitigung von Stolperfallen kümmern.

Vorab Informationen über nicht-barrierefreie Strecken

Das ist aber nicht überall möglich. Den Zöffelpark mit seinen vielen steilen Anstiegen werden Menschen, die auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, nicht passieren können. "Wir können allerdings in den Veröffentlichungen zum Lutherweg darauf hinweisen, welche Abschnitte besonders oder überhaupt nicht für Menschen mit einer Behinderung geeignet sind", sagt Linda Lempke, Assistentin der Regionalmanagerin im Verein "Zukunftsregion Zwickau".

Sie konnte auch Christian Otto als Beauftragten der sächsischen Staatsregierung für die Lutherdekade und Volkmar Dietrich als Vorsitzenden der Zukunftsregion Zwickau begrüßen. Die Organisatoren haben für die nächsten Begehungen entschieden: "Die Streckenlänge hat diesmal Teilnehmer abgeschreckt. Deshalb ist eine Verkürzung geplant", sagt Lemke.