"Wir sind die Neuen" - Erfolgreiche Premiere

Theater Komödie wurde am Samstag zum ersten Mal in Zwickau aufgeführt

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Anne Ute Menzel, Eddi Michael Schramm, Johannes Björn-Ole Blunck, Katharina Nadine Aßmann, Barbara Anna Striesow, Thorsten Leonard Lange. Foto: Peter Awtukowitsch

Zwickau. Mit einem Feuerwerk aus sprühendem Dialogwitz strapazierte das Stück "Wir sind die Neuen" gehörig die Lachmuskeln des Premierenpublikum im Zwickauer Theater in der Mühle. Wie gut die Inszenierung des Spielleiters des Theaters Plauen-Zwickau, Gilbert Mieroph, nach dem Kinofilm von Ralf Westhoff aus dem Jahr 2014 bei den Zuschauern ankommt, zeigte sich am Samstag in einem ausgiebigen Szenenzwischenapplaus, der im Theater ansonsten nur Sängern und Balletttänzern zuteil wird.

Kino-Figuren wurden weiterentwickelt

Ein großes Kompliment gebührt allen sechs Darstellern, denn ihre Figuren sind keine Abziehbilder der filmischen Vorbilder. Die Charaktere wurden so weiterentwickelt, dass sie zu der dazugewonnen umwerfenden Komik auch noch an Tiefe gewonnen haben, und das im schwierigsten aller Schauspielfächer. Die herausragendste Entwicklung erlebte unter den drei Neuen die von Björn-Ole Blunck verkörperte Figur des Alt-Juristen Johannes. Seine Mitbewohner Anna (Ute Menzel) und Eddi (Michael Schramm) sorgen für Romantik und die jungen Studenten Thorsten (Leonard Lange), Katharina (Nadine Aßmann) und Barbara (Anna Striesow) schöpfen bei ihren Ticks und Marotten aus dem Vollen.

Glänzend ist auch die Leistung der Ausstattungsleiterin Luisa Lange, die es auf der kleinen Bühne mit nur einem Bühnenbild geschafft hat, nicht nur zwei übereinanderliegende WGs, sondern auch das Treppenhaus und den Außenbereich so darzustellen, dass es sich dem Zuschauer von der ersten Minute an ganz selbstverständlich erschließt. Ein Gewinn für das Theaterpublikum auch, dass es gleichzeitig das Geschehen in den beiden WGs serviert bekommt und somit hautnah Aktion und daraus folgende Reaktion miterlebt.