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Zwickauer Gewandhaus zeigt wieder Gesicht

Sanierung Hauptmarktseitiges Gerüst wurde am Montag zurückgebaut

Zwickau. 

Zwickau. Das Gewandhaus der Schumannstadt zeigt wieder Gesicht. Das Fassadengerüst am Nordgiebel wurde am Montag zurückgebaut. Seitdem ist der auffallende Schmuckgiebel des stadtbildprägenden historischen Gebäudes wieder für Jedermann zu sehen. Laut den Experten aus dem Liegenschafts- und Hochbauamt beruht die grau-weiße Farbgebung des Gewandhaus-Giebels auf den Ergebnissen sorgfältig durchgeführter materialtechnischer Voruntersuchungen an den vorgefundenen Putzen und Natursteinelementen. Zudem wurden zahlreiche historische Darstellungen des von 1522 bis 1525 erbauten Gewandhauses und dem Hauptmarkt zu Hilfe genommen und im architekturgeschichtlichen Zusammenhang betrachtet. Das bisher gewohnte Rot wurde durch ein dunkles Grau ersetzt und auch der Renaissancegiebel selbst zeigt sich heute weitaus filigraner als vorher. Dem Rot der Fenster hingegen liegt kein Befund zugrunde, denn originale Fensterrahmen aus der Bauzeit sind nicht erhalten geblieben.

Hier wurde auf Analogien aus der Erbauungszeit des Gewandhauses und auf seinerzeit verwendete Naturmaterialien - für Zwickau typisch das "Rotliegende" - gesetzt. Vor Beginn der Sanierung hatte die mit mehreren filmbildenden Öl- und Dispersionsanstrichen versehene Abdichtung der Oberflächen im Laufe der Jahre zu erheblichen Schäden geführt. Heike Reinke vom Oberbürgermeisterbüro der Stadt Zwickau erklärte: "Der Termin für die Wiedereröffnung kann derzeit noch nicht benannt werden. Verzögerungen im Zeitplan resultierten, wie bekannt, aus der Aufhebung der Ausschreibung für die Saalbestuhlung. Zudem kann derzeit nicht eingeschätzt werden, ob es infolge der Corona-Pandemie zu Verzögerungen in der Bauausführung oder bei den Lieferketten kommt."

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