Zwickauer Museen punkten mit vielfältigen Angeboten

Historie Die lange Nacht der Museumsfreunde

Zwickau. 

Zwickau. Über einen großen Zuspruch durften sich am Sonnabend die Organisatoren der Zwickauer Museumsnacht freuen. Das lag sicherlich auch daran, dass die musealen Einrichtungen an diesem Abend mehr boten, als die übliche Präsentation ihrer Exponate und dadurch auch "Museumsmuffel" neugierig machten.

In diese Schublade wollte sich die Zwickauerin Petra Schubert zwar nicht stecken lassen, gab aber ganz ehrlich zu, eher selten in ein Museum zu gehen. "Die Dauerausstellungen kennt man ja und Sonderausstellungen sind mir oftmals einfach zu speziell. Aber bei der Museumsnacht werden den Leuten Dinge gezeigt und Informationen rübergebracht, die aus dem üblichen Rahmen fallen", verriet sie.

Eine Zeitreise durch die Geschichte

Beispielsweise hätte sie darüber gestaunt, mit welchen Methoden in der Ratsschulbibliothek arg in Mitleidenschaft gezogene Bücher repariert werden können. Große Nachfrage gab es auch für Fahrten mit der historischen Straßenbahn der Freunde des Nahverkehrs. Speziell die Tram-Tour durch die Stadt mit Kulturamtsleiter Michael Löffler war gefragt - ein Mitfahren auf Grund der begrenzten Platzkapazität aber nur auf Vorbestellung möglich. Unter dem Motto "Abenteuer Schienenstrang" gab Michael Löffler vor seinen Zuhörern Zwickauer Geschichte und Geschichten zum Besten.

Eine besondere Atmosphäre bot auch das August-Horch-Museum. Das Team der Einrichtung hatte zu einer Zeitreise in die 1920er Jahre eingeladen. Nicht nur Museumsmitarbeiter, auch viele der Gäste erschienen dazu ausstaffiert in zeitgemäßer Kleidung. Begehrt waren an diesem Abend Erinnerungsfotos, für die extra eine spezielle Fotostation aufgefahren worden war. Und wem es an den nötigen Accessoires für das 20er-Outfit fehlte, der konnte an Ort und Stelle aus einem Fundus von Sachenetwas Passendes für sich auswählen.