Museumstag in Homersdorf

HISTORIE Industriegeschichte und Bauerngüter

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Karl-Heinz Weisbach zeigt ein Gemälde des Richter-Gutes. Foto: Leischel

Hormersdorf. Zum Museumstag am 21. Mai in der Zeit von 14 bis 18 Uhr haben die Mitglieder des Erzgebirgszweigvereins Hormersdorf zwei geschichtsträchtige Themen auf ihre Agenda gesetzt.

Im Heimatmuseum im ehemaligen Gemeindeamt werden zum 1. Teil der Ausstellung die Strumpfindustrie und die Bauerngüter des Ortes chronologisch vorgestellt und mit Dokumenten unterlegt. So ist eine Spulmaschine zu sehen. Auf ihr wurden von den Spinnereien gelieferte Fadenkörper (Kops oder Strang) auf die verarbeitungsgerechte Fadenkörperform gebracht.

Damenstrümpfe aus dem Erzgebirge

Auf einer rotierenden Spindel wurde die Holz- oder Metallspule befestigt, auf die der Faden vom Kops über eine Fadenleit- oder Paraffinerieeinrichtung aufgewunden. In Hormersdorf wurden Damenstrümpfe aus dünnen einfarbigen Fadenmaterial auf Flachwirkmaschinen hergestellt. In Hormersdorf wurden leider diese Cottonmaschinen verschrottet. Es befindet sich noch eine Maschine im Strumpfwirkermuseum Gelenau.

Nur in Hormersdorf wurde in den 1950er Jahren die Petinet-Technologie zur Herstellung von feinen "maschenfesten" DEDERO-Monofil Strümpfen eingesetzt. Starke Petinet-Damenstrümpfe wurden im Raum Auerbach/Gornsdorf hergestellt.

"Wir wollen weitere Teile in einer Sonderschau präsentieren und dazu sind die Hormersdorfer aufgerufen, in ihren Erinnerungen zu kramen", sagte Vereinsvorsitzende Regine Seifert. Wer also Exponate u.a. zur Industrie oder Landwirtschaft leihweise zur Verfügung stellen möchte, meldet sich bitte unter Tel. 03721/23481 bei Regine Seifert.



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