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Bob Dylan: Verlag entschuldigt sich für falsche Unterschriften

"Handsignierte" Exemplare? Ausnahmemusiker Bob Dylan analysiert in seinem neuen Buch "The Philosophy of Modern Song" die Songs anderer Künstlerinnen und Künstler. Die limitierte Ausgabe war sogar handsigniert - das dachten die Fans zumindest. Nun stellte sich heraus: Dylan hat die Bücher nie angerührt.

Boy Dylan gilt als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Sogar die Beatles wurden von der Musik-Ikone beeinflusst, 2016 erhielt Dylan "für seine poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Songtradition" als erster Musiker den Nobelpreis für Literatur.

Dazu passend veröffentlichte der 81-Jährige dieses Jahr ein Buch: In "The Philosophy of Modern Song" kommentiert er insgesamt 66 Lieder von anderen Künstlerinnen und Künstlern. Doch dem Verlagshaus Simon & Schuster, bei dem das Werk erschienen ist, droht im Rahmen der Veröffentlichung nun Ärger.

Signiermaschine am Werk

Jedes einzelne Exemplar der limitierten Ausgabe sei von Dylan selbst "handsigniert" worden, das hatte der Verlag verkündet. Doch wie "Simon & Schuster" auf Instagram nun mitteilte, ist das gar nicht der Fall gewesen. "Bei denjenigen, die die limitierte Ausgabe von 'The Philosophy of Modern Song' gekauft haben, möchten wir uns entschuldigen", heißt es dort. "Wie sich herausgestellt hat, enthalten die Bücher der limitierten Auflage zwar Bobs Originalunterschrift, aber in Form einer handgeschriebenen Replik. Wir werden uns sofort darum kümmern, indem wir jedem Käufer eine sofortige Rückerstattung gewähren."

In den Tagen vor der Richtigstellung hatten sich einige Käuferinnen und Käufer in den Sozialen Medien beschwert, nachdem sie ihre Bücher verglichen und festgestellt hatten, dass sich die Unterschriften etwas zu sehr ähnelten. Schnell kam der Verdacht auf, hier sei statt dem Künstler eine Signiermaschine am Werk gewesen. Laut dem Magazin "Variety" wurden nur 900 Exemplare dieser limitierten Auflage gedruckt, die jeweils 599 US-Dollar kosteten.

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