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"Love Hurts": Trauer um Ex-Nazareth-Gitarrist Manny Charlton

Hardrock-Legende Er gründete die Hardrockband Anfang der 70er, die mit "Love Hurts" ihren größten Hit hatte: Manny Charlton, der ehemalige Gitarrist der schottischen Band Nazareth, ist tot.

Manny Charlton, Mitgründer der schottischen Hardrock-Band Nazareth, ist tot. Er wurde 80 Jahre alt. Sein Enkel Jamie Charlton bestätigte entsprechende Meldungen durch einen Facebook-Post, der mit "RIP Großvater" untertitelt ist.

Auch seine ehemalige Band nahm Abschied von ihrem langjährigen Gitarristen, das einzig verbliebene Gründungsmitglied von Nazareth, Bassist Pete Agnew, würdigte Charltons Schaffen bei Facebook. Sein Beitrag zur Band sei "unermesslich" und er selbst ein "Teamplayer" gewesen. Er habe es geliebt, "stundenlang mit der Band zu jammen" und "in den Aufnahmen auch noch nach der kleinsten verwertbaren Idee zu suchen".

Agnew hob auch Charltons Bedeutung als Produzent für die Band hervor, als der er ab 1975 fungierte: Damals trat er die Nachfolge von Deep-Purple-Bassist Roger Glover an, das erste von ihm verantwortete Werk "Hair Of The Dog" enthielt mit der Cover-Version "Love Hurts" auch den größten Hit der Band. Auf den Song sei Charlton besonders stolz gewesen, erklärte Agnew, es sei eine der "am besten klingenden Aufnahmen aller Zeiten".

Seine Arbeit als Produzent begeisterte auch Guns-'N-Roses-Frontmann Axl Rose: Charlton begann Mitte der 80er-Jahre die Arbeit an deren Debütalbum "Appetite For Destruction", konnte seinen Produzentenjob aber wegen Terminschwierigkeiten nicht beenden. 1990 verließ er die Band, kurz nach der Veröffentlichung des Albums "Snakes 'n' Ladders und startete eine wenig erfolgreiche Solokarriere, seine letzte Veröffentlichung war das Best-of-Album "Créme De La Créme". Charlton starb am 5, Juli in seiner Wahlheimat Texas, wie Agnew bestätigte, eine Todesursache wurde nicht bekannt.

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