Alterung ist eine große soziale Herausforderung

Sozialbericht Lage der Sachsen verbessert

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Foto: sabinevanerp/Pixabay

Die soziale Lage der Sachsen hat sich zwischen 2005 und 2015 deutlich gebessert. Das geht aus dem sächsischen Sozialbericht hervor, der diese Woche vorgestellt wurde. Demnach sind unter anderem das Einkommen und die Lebenserwartung gestiegen. Das Risiko, arm zu werden, ist in Sachsen vergleichsweise gering.

Zahl der Älteren in kreisfreien Städten steigt

Familien und Paare mit Kindern profitieren besonders vom Aufschwung. Ihnen und ihren Kindern geht es laut Bericht deutlich besser als noch im Jahr 2005. "Der Sozialbericht zeigt: Es gibt viel Licht, aber auch Schatten. Die größte Herausforderung der kommenden Jahre wird die Alterung der Gesellschaft", sagt Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch. Denn die Sachsen werden älter und die Einwohnerzahl sinkt. Die medizinische Versorgung müsse an diese Entwicklung ebenso angepasst werden, wie die Organisation der Pflege. Die Einwohnerzahlen sinken aber nicht überall und langsamer als bisher.

Während die Kreisfreien Städte wachsen, schrumpft die Zahl der Menschen in den Landkreisen und zugleich steigt dort die Zahl der Älteren. Insbesondere die Zahl der Erwerbstätigen sinkt. Die Folge ist, dass immer weniger Fachkräfte verfügbar sind, auch im medizinischen Bereich und in der Pflege. Für den ländlichen Raum wird deshalb an neuen Modellprojekten gearbeitet. "Wirklich glücklich bin ich darüber, dass Familien und Paare mit Kindern deutlich vom Aufschwung profitieren. Nur noch fünf Prozent in dieser Gruppe sind auf Arbeitslosengeld angewiesen", sagt die Ministerin. Der Anteil der erwerbstätigen Alleinerziehenden stieg von 62 auf 73 Prozent. Auch sie profitieren damit vom wirtschaftlichen Aufschwung. Bundesweit führend ist Sachsen beim Elterngeld für Väter. So nahmen sich immerhin 44 Prozent der Väter eine Auszeit für die Kindererziehung (Stand 2014), im Bundesdurchschnitt waren es 34 Prozent.