Amtsgericht bestellt CFC-Notvorstand

FUSSBALL Annette Neuerburg und Frank Sorge füllen himmelblauen Vorstand auf

Der Rücktritt von Thomas Uhlig, über den es von Seiten der Chemnitzer FC Fußball GmbH bis dato keinerlei offizielle Stellungnahme gab, hat Folgen: Der Vorstand, der aktuell nur noch aus Andreas Georgi und Thomas Sobotzik besteht, ist damit handlungsunfähig geworden. Tritt dieser Fall ein, übernimmt im Normallfall der Aufsichtsrat die Handlungsbefugnisse. Allerdings ist dieser nach zahlreichen Rücktritten, zuletzt von Norman Löster, Uwe Bauch und Lutz Wienhold, ebenfalls nicht mehr handlungsfähig, sodass er auch keine neuen Vorstandsvertreter bestellen kann. Wenn weder Aufsichtsrat noch Vorstand eines Vereins der die laut Satzung vorgeschriebene Anzahl an Mitgliedern nicht mehr vorweisen, muss das Amtsgericht, damit der Verein wieder Beschlüsse fassen kann, einen Notvorstand einberufen.

Einzige und letzte Option: Notvorstand

Am 17. Mai beschloss das Amtsgericht Chemnitz nach "§ 29 Notbestellung durch Amtsgericht" die Bildung eines himmelblauen Notvorstandes. In diesem sitzen nun die Juristin Annette Neuerburg und der ehemalige FCK-Kicker Frank Sorge an, beide sind seit Jahren eng mit dem Chemnitzer FC verbunden. Neuerburg engagierte sich unter anderem in der Satzungskommission und ist seit vielen Jahren Vereinsmitglied; Sorge war langjähriger Kapitän des FC Karl-Marx-Stadt, der insgesamt 349 Spiele für diesen absolvierte.

Befristeter Blick in die Zukunft

Der Notvorstand bleibt entweder bis zum 31. August 2019 bestehen oder bis zur Wahl eines neuen Aufsichtsrates. Ist dieser gewählt, wird ein neuer Vorstand bestellt. Dementsprechend ist es die erste Pflicht, alle "erforderlichen Handlungen zur Vorbereitung, Finanzierung und Durchführung einer Mitgliederversammlung" in die Wege zu leiten sowie weiterhin "alle Maßnahmen zur Regelung des Geschäftsbetriebes des Vereins sowie zur Vertretung im Insolvenzverfahren und als Gesellschafter bei der Chemnitzer FC Fußball GmbH" zu beachten. Die Verantwortung für die Lizenzierung für die 3. Liga, über die bald entschieden wird, trägt die Fussball GmbH.