Aufklärung und Transparenz im Fokus

Zeisigwaldkliniken Patientenforum lädt am Samstag zum Thema Organtransplantation ein

Mit Kritik wurde in den letzten Monaten nicht sparsam umgegangen, denn die Organtransplantation war ins Kreuzfeuer geraten. Skandale haben zu einem Rückgang der Spenderbereitschaft geführt, fast 20 Prozent weniger Transplantationen. "Ein Zweig der Medizin mit sonst so grandiosen und strahlenden Erfolgen", sagt Rudolf Ascherl, Chefarzt der Klinik für Endoprothetik, spezielle orthopädische Chirurgie und Wirbelsäulenchirurgie an den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz. Skepsis entstehe fast immer durch unrichtige oder unvollständige Informationen. Deshalb haben sich namhafte und hervorragende Experten für eine Veranstaltung gefunden, die Aufklärung und Transparenz schaffen soll. "Werbung im eigentlichen Wortsinn ist nicht das Ziel, Meinungsbildung trifft für dieses Patientenforum schon eher zu", sagt Rudolf Ascherl. "Nicht einmal jeder siebte Bürger der Bundesrepublik verfügt über einen Organspende-Ausweis. Dabei steht nicht immer und nur die Transplantation von Herz oder Leber im Vordergrund, sondern auch Gewebe und Zellen des Immunsystems, wie Knochenmark und sogenannte Stammzellen", sagt Rudolf Ascherl. "Eigentlich ist ja die Blutübertragung schon eine sehr wirksame und nicht selten lebensrettende 'Transplantation'. Nur Betroffene und deren Umfeld können die Folgen schwerer Erkrankungen und Organfunktionsstörungen richtig einschätzen, aber auch das besondere Lebensglück nach einer erfolgreichen Transplantation." Das Patientenforum mit Vorträgen zur Organtransplantation lädt am Samstag von 9.30 bis 13 Uhr in das Hotel Mercure Kongress, Brückenstraße 19, ein. Der Eintritt ist frei.