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Chemnitz

Aus Musikschule soll ein "Konservatorium" werden

Stadtrat Verwaltung legt Konzept für städtische Einrichtung vor

Aus der Städtischen Musikschule soll ein "Konservatorium" werden. Dies sieht das Konzept für die Einrichtung vor, das die Verwaltung dem Stadtrat für seine nächste Sitzung kommenden Mittwoch vorlegt.

Verstärkt mit Hochschulen kooperieren

"Mit dem Titel 'Konservatorium' sind keine rechtlichen bzw. gesetzlichen Kriterien vorgegeben", heißt es im entsprechenden Entwicklungskonzept für die Jahre 2018 bis 2023. Allerdings seien mit einem anderen Namen auch andere Erwartungen verbunden, beispielsweise "in den Bereichen Objekt, Größe, Personal etc.". Entsprechend soll es einige Änderungen geben. So soll die Einrichtung künftig mehr hauptamtliches Personal, dafür weniger Honorarkräfte beschäftigen: Vier Stellen für Musikpädagogen sollen zusätzlich eingerichtet werden, damit wolle man die Identifikation der Lehrkräfte stärken und künftigem Fachkräftemangel vorbeugen. Freiberufliche Musiklehrer sollen ab dem Schuljahr 2018/19 mehr Honorar bekommen - statt 19,50 dann 22 Euro für 45 Minuten Einzelunterricht, womit man sachsenweit im oberen Drittel ankommen würde. Abgefedert sollen diese Kosten durch zweijährliche Gebührenerhöhungen um etwa fünf Prozent werden.

Darüber hinaus schwebt der Verwaltung eine Nutzung der derzeit noch unsanierten Kellerräume des Musikschulobjekts auf dem Kassberg vor - vor allem überdurchschnittlich laute Instrumente wie Schlagzeug, Trompete oder Tuba könnten hier künftig unterrichtet oder ein "Musikschulclub" oder Bandzimmer eingerichtet werden. Diese Baumaßnahmen könnten bis 2023 erfolgen, allerdings sind sie noch nicht in der städtischen Finanzplanung verankert. Außerdem sollen - zumindest vorübergehend - an der Hohen Straße zehn Kurzzeitparkplätze vor allem für die Eltern der Musikschüler eingerichtet werden. Für den Titel "Konservatorium" soll darüber hinaus verstärkt mit Hochschulen kooperiert werden - so will die Musikschule Studierende der Musikpädagogik aus ganz Deutschland für jeweils ein Semester als Referendare nach Chemnitz locken.