Bergner: "Wir sind ein eingeschworenes Kollektiv"

FUSSBALL CFC-Coach David Bergner im BLICK-Interview

Der Chemnitzer FC ist von seinem bis dato längsten Wintertrainingslager zurückkehrt. Im türkischen Side haben sich die Bergner-Schützlinge zehn Tage auf die zweite Saisonhälfte vorbereitet. Neben intensiven Trainingseinheiten standen auch drei echte Härtetests auf dem Programm. Die Himmelblauen erkämpften sich gegen den Schweizer Rekordmeister Grasshopper Club Zürich ein beachtliches 2:2-Unentschieden. Gegen den Südwest-Vertreter TSV Steinbach Haiger gelang ein 3:2-Erfolg. Im dritten Spiel musste sich der souveräner Spitzenreiter der Regionalliga-Nordost dem bulgarischen Erstligisten FK Etar Veliko Tarnovo geschlagen geben. BLICK-Reporter Marcus Hengst sprach im Anschluss mit CFC-Cheftrainer David Bergner.

Wie fällt ihr Gesamt-Fazit nach dem Wintertrainingslager aus?

"Durchweg positiv. Die Bedingungen waren trotz Wetterkapriolen sehr gut. Wir konnten alle unsere Trainingseinheiten und Spiele auf gut bespielbaren Rasenplätzen durchziehen. Das war wichtig für die Mannschaft, um sich zu verbessern und damit einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung zu gehen. Die Inhalte, die wir uns vorgenommen haben, konnten wir allesamt umsetzen."

Gibt es Spieler, die sich besonders hervorgetan haben? Und wie haben sich die drei Neuzugänge Joshua Mroß, Liridon Vocaj und Pelle Hoppe integriert?

"Ich bin kein Freund davon, einzelne Spieler in der Öffentlichkeit zu loben. Es haben alle richtig gut mitgemacht. Wir sind ein eingeschworenes Kollektiv, in dem jeder wichtig ist. Und in dieses reihen sich die drei Neuzugänge perfekt ein. Wir sind in Side unfassbar nah zusammengerückt. Die Mannschaft ist intakt und homogen, die Leistungen, sowohl im Training als auch bei den drei starken Testspielen, stimmen mich positiv."

Fabian Müller, Maximilian Christl und Paul-Luis Eckhardt sind nicht mit ins Trainingslager gereist: Spielen die drei in Ihrer Planung noch eine Rolle?

"Fabi Müller hat von uns die Freigabe erhalten. Er hat zwei Angebote abgelehnt. Maximilian Christl spielt in unserer gegenwärtigen Planung keine Rolle. Bei Paul-Luis Eckhardt sieht es etwas anders aus. Er möchte sich im nächsten halben Jahr voll und ganz auf seine Schule konzentrieren. Diesem Wunsch haben wir natürlich entsprochen."

Was nehmen Sie sich für die restliche Serie vor?

"Wir wollen gut aus den Startlöchern kommen und in jedem Spiel an das Maximum gehen. Mit dem BFC, Rot-Weiß Erfurt und Auerbach warten direkt drei ambitionierte Spiele auf uns, die wir hochkonzentriert bestreiten müssen. Die Grundlage dafür haben wir im Trainingslager geschaffen, und auf dieser bauen wir auf."

Wird die Startelf vom Spiel gegen FK Etar Veliko Tarnovo auch beim BFC auflaufen?

"Bis zum BFC-Spiel vergehen noch einige Tage. Durchaus sind einige Positionen sicher besetzt, einige noch offen. Wir werden in den nächsten Trainingseinheiten noch einiges testen und probieren."