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CFC-Check - Teil 5: Cheftrainer Tiffert "spürt Aufbruchsstimmung"

FUSSBALL Die Himmelblauen starten heute gegen TeBe Berlin in die Regionalliga-Saison 2022/23

Im fünften, zugleich letzten Teil des großen CFC-Checks (hier lest ihr Teil 4) sprach BLICK-Redakteur Marcus Hengst vor dem ersten Liga-Spiel gegen Tennis Borussia Berlin mit dem himmelblauen Cheftrainer Christian Tiffert über die Vorbereitung und die kommenden Spielzeit. Die Serie schließt mit der Saisonprognose ab.

Christian Tiffert - Inhaber der Trainer-A-Lizenz - geht in seine erste Saison als Cheftrainer und möchte mit seinen Jungs an die vergangenen Rückrunde anknüpfen, als der CFC sich zum Rückrunden-Meister krönte. Am 1. März übernahm Tiffert als Interimstrainer von Daniel Berlinski das Amt, zwei Monate bekam der gebürtige Hallenser, der auf allerhand Erfahrung im Profifußball zurückgreifen kann, von CFC-Sport-Geschäftsführer Marc Arnold einen Vertrag angeboten.

 

BLICK: Hallo Herr Tiffert, wie bewerten Sie die Vorbereitung im Allgemeinen und die sechs Testspiele sowie das Blitzturnier im Besonderen?

Tiffer: Ich glaube, wir sind gut durch die Vorbereitung gekommen. So richtig sagen, wie der Stand ist, kann man natürlich vor den Pflichtspielen nie. Viele Trainer haben natürlich den Vorteil, dass sie durch Erfahrungen aus der Vergangenheit einschätzen könne, was richtig gut gelaufen ist und was nicht. Das hatte ich nicht, aber wir haben als Trainerteam viel über Kommunikation mit den Spielern gelöst. Dadurch konnten wir beurteilen, wie das Training gesteuert werden musste. Von den Testspielen im Allgemeinen war ich begeistert, auch vom Ablauf bei den einzelnen gastgebenden Vereinen. Man spürt in jedem Fall eine Aufbruchstimmung. Das ist aktuell zu unserer Zufriedenheit.

 

BLICK: Mit welcher Erwartungshaltung gehen Sie in die kommende Spielzeit?

Tiffert: In erster Linie will man gut starten. Mit einem guten Start kann man eine gewisse Selbstverständlichkeit und Selbstvertrauen entwickeln. Alles andere muss man dann sehen. Aber ich bin kein Freund davon, öffentlich Ziele auszugeben. Das kläre ich intern mit meinen Jungs.

 

BLICK: Welchen Fußball möchten Sie spielen lassen?

Tiffert: Man konnte in der Rückrunde schon erste Ansätze sehen. Aber eine feste Vorgabe, auf die man dann festgesetzt wird, gibt es auch da nicht. Wir haben eine sehr gute Rückrunde gespielt, wo bereits viele Dinge umgesetzt wurden, wie ich mir Fußball in unserem Spielsystem vorstelle.

 

BLICK: Die Spielerwürfel sind zwar neu gemischt, doch: Worauf wird es besonders ankommen, um an die starke Rückrundenbilanz anzuknüpfen?

Tiffert: Ich lebe direkt in der Stadt und führe natürlich auch Gespräche mit den Menschen hier. Wir haben den Sachsenpokal gewonnen und die beste Rückrunde gespielt - Es ist ja klar, was die Leute von der neuen Saison erwarten. Das ist uns bewusst und auch den Spielern. Trotzdem muss erst gespielt werden. Nur durch reden und Ziele ausgeben hat man keinen Erfolg.

 

BLICK: Haben Sie einen Favoriten für den Staffelsieg?

Tiffert: Ich halte nicht viel von Expertentipps, bevor eine Saison überhaupt gestartet ist. Man macht das in gewisser Weise nur vom Kader abhängig. Sicherlich haben auch uns ein paar Leute auf dem Zettel. Aber auch Cottbus, Lok Leipzig, BFC Dynamo oder Altglienicke werden sicherlich oben mitspielen - Aber das haben sie in den vergangenen Jahren auch schon gemacht.

 

BLICK: Danke für das informative Interview und viel Erfolg für die kommende Saison!

 

Saisonprognose: CFC ärgert Aufstiegsfavoriten.

Der Chemnitzer FC hat mit 72 Punkten (20 Siege, 12 Unentschieden, 6 Niederlagen) und einem Torverhältnis von 67:37 auf dem fünften Platz abgeschlossen, in der Rückrundentabellen grüßten die Himmelblauen gar vom Thorn - und genau daran möchten die Tiffert-Schützlinge wieder anknüpfen. Wichtig hierfür ist es, gut aus den Startlöchern zu kommen. Bis auf Jasin Jusic stehen CFC-Trainer Tiffert aktuell alle Akteure zur Verfügung. Um lange im vorderen Tabellendrittel dabei zu sein, sollten vor allem Schlüsselspieler verletzungsfrei durch das Jahr kommen. In der Offensive kommt es vor allem auf Felix Brügmann und seine Treffer an. Im Mittelfeld müssen Kapitän Tobias Müller sowie Okan Kurt ihr Potential dauerhaft abrufen. Die Fünferkette mit Walther, Campulka, Pelivan, Zickert und Berger hat - wenn alle fit sind - enorme Qualität. Und mit Jakub Jakubov steht einer der stärksten Torhüter der Liga zwischen den Pfosten. Beim DFB-Pokal-Spiel gegen den Europa-League-Teilnehmer 1. FC Union Berlin haben die Himmelblauen eine sehr couragierte Leistung gezeigt und sind nach 120 intensiven mit 1:2 knapp an der Sensation vorbeigeschrammt.

Ergo ist der CFC in der Lage, jedes Team zu besiegen - auch die potenziellen Aufstiegskandidaten Energie Cottbus, VSG Altglienicke, Carl-Zeiss Jena und 1. FC Lokomotive. Interessant wird sein, wie sich der BFC Dynamo nach dem verpassten Aufstieg in und Viktoria Berlin nach dem Abstieg aus der 3. Liga präsentieren werden. Auf den Zettel muss man auch in diesem Jahr die zweite Mannschaft von Hertha BSC Berlin haben, welche das zweitbeste Rückrundenteam war und durchaus in der Liga ist, für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.

TIPP: Der Chemnitzer FC wird erneut eine gute Rolle in der Regionalliga-Nordost spielen und wird sich am Ende auf einem der ersten sechs Plätze einordnen. Welcher das sein wird, hängt unter anderem von den oben genannten Faktoren ab. ;)

 

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