CFC will die Saison vernünftig beenden

Fussball Himmelblaue reisen arg gebeutelt nach Würzburg

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Trainer David Bergner hat derzeit wahrlich keinen einfachen Arbeitsalltag. Foto: Harry Härtel/Härtelpress/Archiv

Im Leben von David Bergner hat sich bisher sehr viel um Fußball gedreht. Seine Anfänge erlebte er einst bei der BSG Kabelwerk Oberspree Berlin, wechselte dann zum 1. FC Union Berlin, war dort und in anderen Teams Profi und ging dann ins Trainerfach. Doch aktuell hat der Chefcoach des Chemnitzer FC nicht unbedingt mit dem runden Leder zu tun, vielmehr ist er verstärkt als Psychologe gefragt.

Wer bleibt und wer geht?

Denn die wirtschaftliche und sportliche Situation bei den Himmelblauen - Insolvenz und Abstieg in die 4. Liga bilden eine grauenvolle Einheit - macht den Kickern arg zu schaffen. "Wir hatten in den vergangenen Tagen einige Gespräche mit Mitarbeitern des Insolvenzverwalters. Das war für uns alle sehr wichtig", sagte Bergner. "Doch wenn der Schiedsrichter am Samstag das nächste Spiel anpfeift, müssen die Jungs diese Probleme ausblenden. Vielmehr wollen wir dem Gegner Paroli bieten und dieses und die folgenden Spiele bis Saisonende vernünftig über die Bühne bringen", sagte der 44-Jährige.

Derzeit würden die Spieler darüber informiert, ob der CFC gern mit ihnen weiter machen würde. Im Umkehrschluss äußern sich die Akteure zugleich, ob sie ihren Schrank im Sportforum auch über den 30. Juni 2018 hinaus eingeräumt lassen. Am Samstag geht es ab 14 Uhr beim FC Würzburger Kickers, dem aktuellen Tabellensechsten, um Punkte, wobei diese Begegnung für die Himmelblauen am Ende ein Muster ohne Wert ist.

"Die Zuschauer werden dennoch von uns Einiges erwarten", ist sich Bergner im Klaren. Doch ihm steht am Wochenende nur ein Rumpfkader zur Verfügung. So fehlten Tom Baumgart und Marc Endres jeweils wegen der 5. gelben Karte, Myroslav Slavov bleibt wegen einer Verletzung zu Hause.