Chemnitzer müssen Konflikte lösen - in New York

Projekt Studierende vertreten als "Nachwuchs-Diplomaten" der Zentralafrikanischen Republik die TU Chemnitz

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Foto: Wolfgang Thieme/TU Chemnitz/Archiv

Im März wird die TU Chemnitz bereits zum 14. Mal eine Delegation zu der National Model United Nations-Konferenz (NMUN) in New York schicken. Die Studierenden werden im Rahmen der größten Simulation der Vereinten Nationen mit über 5.500 Teilnehmern aus der ganzen Welt über aktuelle Herausforderungen und Konfliktherde der Weltpolitik debattieren und gemeinsam Lösungen entwickeln.

Erneut präsentieren Studierende von Hochschulen aus 41 Ländern einen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen und vertreten bestmöglich das ihnen zugewiesene Land mit seinen Interessen und Positionen. Die Chemnitzer Delegation repräsentiert dieses Jahr die Zentralafrikanische Republik und wird in sechs Komitees ein weites Themenspektrum verhandeln:

Drei Komitees sollen sich mit der Umsetzung von Zielen für eine nachhaltige Entwicklung beschäftigen und die Rolle von Technologien für die internationale Sicherheit sowie Maßnahmen zur nuklearen Abrüstung diskutieren. Hinzu kommt die Umweltversammlung der Vereinten Nationen, die illegalen Handel mit Wildtieren und Klimaschutzmaßnahmen im Rahmen des Paris Agreements auf der Agenda hat, und die Internationale Atomenergie-Organisation, die Probleme von atomaren Abfällen oder Sicherheitsrisiken im Nahen Osten näher betrachtet.

Das NMUN-Projekt ist also nicht nur für Politikwissenschaftler attraktiv, sondern ist auch für Studierende anderer Studienrichtungen ein interessantes Angebot, da bei internationalen Organisationen wie der UN auch die Expertise von Technikern, Psychologen oder Ökonomen immer mehr nachgefragt wird", sagt Jakob Landwehr, Mitarbeiter der Professur für Internationale Politik der TU.

Bevor die NMUN 2017 am 19. März offiziell beginnt, werden die Chemnitzer Studierenden bereits ab 11. März in Washington auf diplomatischem Parkett unterwegs sein.