Da hätte selbst der Zar gestaunt

Hundemesse Barsois überzeugen bei Chemnitzer Rassehundeshow

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Ines Schreiber aus Grünheide mit Kalinin von der Windhundranch (li.) und Sabine Bause aus Usedom mit Juriy Bojarin vom Kuhlenfelder Wald. Foto: Steffi Hofmann

Sie waren die Windhunde der russischen Zaren, die Barsois. Damals wurden sie vor allem zur Jagd auf Wölfe und Gazellen eingesetzt. Heutzutage haben sie eine andere Jagd zu absolvieren - die nach Trophäen, wie bei der Internationalen Chemnitzer Rassehunde-Ausstellung am vergangenen Wochenende. Kalinin von der Windhundranch und Juriy Bojarin vom Kuhlenfelder Wald haben dieses Ziel am Samstag erreicht.

Unter den Besten der Besten

Sie belegten die ersten beiden Plätze bei der Championsklasse, einer Kategorie, bei der nur bereits preisgekrönte Tiere teilnehmen dürfen und bei der es vor allem um Schönheit und das perfekte Auftreten geht. Kalinin und Juriy mussten dafür vor den Augen des Preisrichters im Kreis laufen. Der Fachmann achtete besonders auf den perfekten Gang der Tiere und untersuchte anschließend noch das Gebiss und die Proportionen der Gliedmaßen.

Während sich Kalinin ansonsten mit Schönheitstiteln begnügt - seine Besitzerin Ines Schreiber aus Grünheide in Brandenburg hat schon mehrere Landesmeistertitel im Schrank - greift Juriy Bojarin noch bei einer anderen Kategorie an: dem Coursing. Dabei rennen die Windhunde im Zick-Zack einem künstlichen Hasen hinterher, erklärt Besitzerin Sabine Bause aus der Stadt Usedom.

Die harte Arbeit zahlt sich aus

Erst im vergangenen August habe er bei einem internationalen Coursing-Wettkampf in Zehlendorf den ersten Platz belegt. Aber Titel kommen nicht von selbst, vor allem Bewegungstraining, Fellpflege und die gute Ernährung seien für einen Barsoi wichtig, sagt die 65-Jährige. Und Titel holt man auch nur, wenn man bei Wettbewerben dabei ist.

Etwa zehn Mal pro Jahr fährt Sabine Bause dafür mit ihrem VW Touran und dem großen Hund darin durch Deutschland. "Mir gefällt es einfach, mit dem Hund rumzukommen und viel draußen zu sein. Es ist Sport für das Tier und den Mensch."