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Westsachsen

Das Wetter macht den Landwirten zu schaffen

Ernte Minister: Schon jetzt deutliche Schäden sichtbar

Wenn das Wetter sich von seiner extremen Seite zeigt, nützt auch alle technische Entwicklung nicht viel. Das bekommen Landwirte in diesem Jahr einmal mehr zu spüren. Während einige Regionen Sachsens mit den Folgen von Starkniederschlägen und Überschwemmungen kämpfen, ist in anderen Gebieten nach wochenlanger Trockenheit die Getreideernte wesentlich früher als gewöhnlich in vollem Gange.

"Die sächsischen Landwirte werden in diesem Jahr sehr unterschiedliche Ernten einfahren", stellte Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt vergangene Woche im Rahmen eines Vor-Ort-Besuches fest. "Obwohl wir erst in ein paar Wochen wissen werden, was die Ernte genau eingebracht hat, sind schon jetzt vielerorts deutliche Schäden sichtbar." Die diesjährigen schwierigen Wetterbedingungen würden ganz deutlich zeigen, wie notwendig verlässliche Direktzahlungen der EU als Basisabsicherung für die Landwirte seien.

Gelder solllen in den Ländern bleiben

"Und das für jeden bewirtschafteten Hektar in gleichem Umfang, denn Hitze und Starkregen machen nicht vor großen Betrieben halt", sagte Staatsminister Schmidt in Hinblick auf den von der EU-Kommission vorgelegten Entwurf zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik nach dem Jahr 2020. Hintergrund: Landwirte in Sachsen bewirtschaften historisch bedingt durchschnittlich eine größere Fläche pro Betrieb als der bundesweite oder EU-weite Durchschnittsbetrieb.

Die aktuell von der Europäischen Kommission vorgelegten Vorschläge für die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2020 sehen vor, die Direktzahlungen für Landwirte ab einer festgelegten Obergrenze zu kürzen und zu kappen. "Eine noch stärkere Umverteilung von Mitteln darf nicht dazu führen, dass der sächsischen Landwirtschaft und damit dem ländlichen Raum dreistellige Millionenbeträge verloren gehen. Das ist nicht zu akzeptieren. Die Gelder müssen im jeweiligen Bundesland verbleiben", sagte Schmidt.



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