Defizite bei Chemnitzer Regionalverbindungen

Infrastruktur Fahrgastverband fordert bessere Reisequalität und schnelleren Fernverkehr-Anschluss

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Foto: Harry Härtel

Chemnitz ist eine der wenigen Großstädte ohne Anbindung an den Fernverkehr. Wie der BLICK bereits verkündete, soll nun aber die Strecke Chemnitz-Leipzig elektrifiziert werden.

Die Stadt der Moderne hat zudem aber auch regionale Probleme zu beseitigen. Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert unter anderem die häufigen Zugausfälle und die sehr alten Waggons, die von Chemnitz nach Leipzig fahren. Der Verband fordert daher, dass "für den RE 6 zeitgemäßes Wagenmaterial eingesetzt wird." Hinzu kommt, dass die Regionalexpress-Linie 2011 verkürzt wurde und zusätzliche Umstiege das Zugfahren von und nach Chemnitz unattraktiver macht.

Thüringen macht es vor

Sachsen sollte sich ein Beispiel an Thüringen nehmen, denn dort werden nun drei Intercity-Züge von Erfurt bis Gera finanziert. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert den Verkehrsverbund Mittelsachsen dazu auf, ebenfalls solche kreativen Lösungen für die Strecke von Erfurt über Gera bis nach Chemnitz finden.

Der Verband arbeitet ehrenamtlich und zählt rund 4000 Mitglieder. PRO BAHN setzt sich für einen attraktiveren und besseren öffentlichen Personenverkehr ein.