Delegation aus dem Iran besucht Chemnitz

Wirtschaft Umweltminister Schmidt: "Anknüpfen an erfolgreiche Kontakte"

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Die Delegation wurde in der IHK unter anderen von Geschäftsführer Hans-Joachim Wunderlich und Kammerpräsident Franz Voigt begrüßt. Foto: Toni Söll (Kuerzel: rih)

Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt begrüßte am Montag in Chemnitz eine hochkarätige Delegation von Politikern und Wirtschaftsvertretern aus dem Iran. Geleitet wurden die 30 Teilnehmer aus der Provinz Ostaserbaidschan von Gouverneur Esmaeil Jabbarzadeh. Der Politiker folgt mit dem Besuch einer Einladung, die Minister Schmidt bei seiner Reise in die iranische Hauptstadt Teheran sowie nach Tabriz, der Hautstadt der nordiranischen Provinz, im vergangenen April ausgesprochen hatte.

"Ich freue mich, dass die Delegation aus dem Iran nun nach Sachsen kommt. Schon bei unserem Aufenthalt im Iran haben wir großes Interesse an einer engen Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen verspürt. An diese Kontakte können wir nun anknüpfen", so Minister Schmidt. Die Zusammensetzung der iranischen Delegation verspreche interessante Gespräche, ihr gehören Unternehmen aus verschiedenen Industriezweigen an.

"Der Kontakt in den Iran ist mir aber nicht nur allein aus ökonomischen Gründen wichtig", betonte Schmidt. "Wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit tragen dazu bei, Vorurteile abzubauen und Konflikte gerade in den Krisenregionen zu verringern. Persönliche Kontakte, wie sie auch bei der Zusammenarbeit von Unternehmen zustande kommen, führen Menschen zusammen und wecken gegenseitiges Verständnis. Wir sind verpflichtet, die wirtschaftliche Öffnung des Iran für die Stabilisierung der gesamten Region zu nutzen. Die uns gereichte Hand dürfen wir nicht ausschlagen. Dies ist nicht nur im Interesse des Iran, sondern des gesamten Nahen Ostens".

Nach der Unterzeichnung einer Vereinbarung der Kammern zu einer künftigen Zusammenarbeit standen für die Delegation Besuche bei Heckert in Chemnitz, bei BMW in Leipzig sowie Gespräche im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig auf dem Programm. Dort wurden Themen wie Wasserknappheit und Modelle für Abwassersysteme diskutiert.

Hintergrund: Die Provinz Ostaserbaidschan liegt im Norden des Iran. Mit rund 3,6 Millionen Einwohnern sowie einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von rund 1,2 Millionen Hektar ist sie mit Sachsen vergleichbar. Hauptstadt ist Tabriz.