Demonstration: Gegen den "Ausverkauf" in Sachen Bildung

Bildungspolitik Die studentische Vertretung der TU Chemnitz macht auf Probleme aufmerksam

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Die Bildungsdemo soll auf Missstände aufmerksam machen. Bild: Student_innenrat der Technischen Universität Chemnitz

Der Student_innenrat (StuRa) der Technischen Universität Chemnitz ruft am 1. Mai unter dem Motto "Bildung ist kein Ausverkauf" oder "Mit Bildung wär' das nicht passiert" zu einer Demonstration auf, die auf zahlreiche Probleme im Bildungsbereich aufmerksam machen soll.

Anlässlich des Tages der Arbeit und der Arbeiterbewegungen möchte die studentische Vertretung wichtige Aspekte der Bildungspolitik stärker in den Fokus der öffentlichen Diskussion rücken. So werden, neben vielen weiteren Punkten, eine sichere Grundfinanzierung für alle sächsischen Hochschulen, sichere Arbeitsverhältnisse für Mitarbeiter der Hochschulen, sowie die aktive Integration "bildungsferner" Bevölkerungsschichten gefordert.

Ein Zeichen gegen den Rechtsextremismus setzen

Auch lässt sich die Demonstration als Gegenbewegung zum Aufmarsch von Anhängern der Partei "Dritter Weg" am 1. Mai in Chemnitz verstehen. Die Partei wurde vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft.

Margreet Kneita, Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit des Student_innenrates, sagt hierzu: "Unsere Universität hat einen Anteil an ausländischen Studierenden von 26 Prozent. Für uns als StuRa ist es somit völlig unstrittig, uns an diesem Tag auch klar gegen jede Form des Rassismus zu positionieren. Wir Studierenden leben und lernen gemeinsam und sollten uns miteinander für eine bunte und weltoffene Gemeinschaft einsetzen."

Livemusik und Kundgebungen

Starten wird die Demonstration am 1. Mai um 9.30 auf dem Mensavorplatz der TU Chemnitz in der Reichenhainer Straße 55 und biegt am Stadlerplatz in die Lutherstraße ab. Entlang der Clausstraße geht es über die Sonnenstraße und Bahnhofsstraße hin zum Stefan-Heym-Platz zur Abschlusskundgebung.

Dort ist am 1. Mai ab bereits 11 Uhr das "Vielfalt Festival" des Netzwerk für Kultur und Jugendarbeit e.V. im Gange, welche im Anschluss an die Demonstration alle Teilnehmer und Interessierten zum Feiern einlädt. Auch die Veranstaltung des Kulturbündnisses "Hand in Hand" in der Augustusburger Straße 108 findet am selben Tag statt. Zahlreiche Liveacts und DJs sind angekündigt, die Moderation und Kundgebung übernimmt der deutsche Journalist und Buchautor Marcus Staiger.

Die Forderungen des Student_innenrats in Kürze

• sichere Grundfinanzierung für alle sächsischen Hochschulen

• Freiheit der Lehre ohne "Repressalien und finanzielle Erpressung"

• Lehrer_innenbildung in Sachsen - durchdacht und studierbar

• sichere Arbeitsverhältnisse für die Mitarbeiter_innen der Hochschulen

• Attraktive und sichere Stellenangebote für Lehrer_innen

• Absicherung der Schulbildung für Kinder und Jugendliche

• politische Bildung für Alle

• aktive Integration so genannter "bildungsferner" Bevölkerungsschichten

Wann und wo?

• am 1.Mai 2018 um 9.30 Uhr

• vor der Mensa der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 55