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Die Qualität der Arbeit aus Sicht der Arbeitnehmer/-innen

Umfrage Sachsens Beschäftigte sehen Arbeitsbedingungen kritisch

Wie steht es um die Qualität der Arbeit aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Sachsen? Um diese Frage zu beantworten, hat sich Sachsen zum dritten Mal mit einer Zusatzstichprobe am "DGB-Index Gute Arbeit" beteiligt. Nun liegen repräsentative Befragungsergebnisse von 1.000 Beschäftigten aus Sachsen vor. Laut Umfrage wird die allgemeine Arbeitsqualität in Sachsen erneut deutlich kritischer bewertet als in Deutschland insgesamt und auch in Ostdeutschland: 30 Prozent der sächsischen Beschäftigten bewerten ihre Arbeitsqualität als "schlecht" (gegenüber Deutschland: 19 Prozent und Ostdeutschland: 25 Prozent). Der Sinngehalt der eigenen Arbeit stellt zudem eine gut bewertete Ressource dar, die in Sachsen etwas besser eingeschätzt wird als im Schnitt Deutschlands. Stark ausgeprägt ist insbesondere das Gefühl, mit der eigenen Arbeit einen wichtigen Beitrag für den Betrieb und die Gesellschaft zu leisten. Die Beurteilung der Arbeitszeitlage, vor zwei Jahren noch ausschlaggebender Punkt für die Unzufriedenheit, hat sich verbessert. Die Hauptursache für die Verschlechterung liegt im Teilindex "Einkommen und Sicherheit". Hier sei eine Auseinanderentwicklung zwischen Ost- und Westdeutschland zu beobachten.

Sachsens DGB-Vorsitzender Markus Schlimbach: "Die Ansprüche an Arbeit haben sich in den zurückliegenden Jahren grundlegend geändert. Heute heißt es längst nicht mehr 'Hauptsache Arbeit'. Darauf haben viele Unternehmen in Sachsen leider noch nicht reagiert. Wertschätzung von Arbeit heißt eben auch gute Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen, Gesundheitsförderung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Da muss in Sachsen in den nächsten Jahren mit Unterstützung der Politik noch mehr geschehen."



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