Ein Fliegengewicht unter den Transportmitteln

Projekt Chemnitzer Univerein tritt mit Leichtmobil in Paris an

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Vanessa Simon in einem Leichtmobil von Fortis Saxonia auf der Chemnitzer Mobilitätsmesse. Foto: Steffi Hofmann

Mit so wenig Energie wie möglich eine definierte Strecke zurückzulegen und dabei so wenig Schadstoffe wie möglich auszustoßen, das ist der Grundgedanke des Shell Eco-Marathons. Wie das geht? Mit einem möglichst leichten Fahrzeug, einer effizienten Fahrweise und einem möglichst leichten Fahrer.

Für die letzten beiden Punkte sind weibliche Autofahrer prädestiniert. Die erste Herausforderung - das möglichst leichte Auto - entwickeln Studentinnen und Studenten gemeinsam in dem Verein Fortis Saxonia an der TU Chemnitz.

"UrbanSAX" begibt sich nach Frankreich

Dieses Jahr findet der Shell Eco-Marathon vom 29. Mai bis zum 1. Juni in Frankreich statt. 50 Teams aus ganz Europa treten in der Nähe von Paris gegeneinander an. Die Chemnitzer stecken dafür gerade in der Entwicklungsarbeit ihres Prototypen "UrbanSAX" mit einem Antriebsstrang aus einem Elektromotor und einer Wasserstoff-Brennstoffzelle.

"Unsere elektronischen Komponenten wie zum Beispiel die Steuergeräte fertigen wir dabei zum größten Teil selbst. Die mechanischen Komponenten werden zusammen mit unseren Partnern in der Region hergestellt", erklärt Vanessa Simon, eine der Entwicklerinnen, die gleichzeitig am Steuer des Leichtmobils sitzt.

Das "UranSAX" ist nicht das erste Auto von Fortis Saxonia, sondern bereits das siebente. "Alle unsere Fahrzeuge sind aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff - umgangssprachlich auch Carbon genannt - gefertigt. Dieser Hochleistungswerkstoff ist mit eine der Grundlagen für das geringe Gewicht", erklärt Vanessa Simon weiter.

Selbsttragende Karosserie als Besonderheit

Das besondere am "UrbanSAX sei die selbsttragende Karosserie, die trotz eines sehr geringen Gewichts eine hohe Fahrsicherheit gewährleistet. Ein weiteres Highlight ist die effiziente und robuste Wasserstoff-Brennstoffzelle. Diese wurde in den letzten Jahren immer weiter verbessert.

Der "UrbanSAX" wog zuletzt noch 160 Kilogramm. Die Diät ist aber noch nicht abgeschlossen. "Wir haben das ganze Jahr daran gearbeitet, das Gewicht noch weiter zu reduzieren. Das endgültige Gewicht messen wir, nachdem wir alle Komponenten montiert haben", so Vanessa Simon.