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Filmnächte: Veranstalter bitten Stadt um Hilfe zur Zukunftssicherung

Sommerevent Meisterwerke Neo GmbH will gemeinsam mit dem Rathaus Lösungen finden

Die Filmnächte Chemnitz gehen vor ihrer zehnten Saison schwierigen Zeiten entgegen. Das geht aus einem Brief hervor, den die Veranstalter des Sommerevents in der vergangenen Woche an die Stadtratsfraktionen und Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig gesendet haben. Dieser liegt der BLICK-Redaktion vor. Darin heißt es beispielsweise: "Die Filmnächte Chemnitz auf dem Theaterplatz stehen momentan vor ihrer zehnten Saison, befinden sich jedoch in einer sehr angespannten Lage. Dies betrifft einerseits finanzielle, andererseits jedoch auch strukturell-logistische Parameter. Unser aktueller Vertrag zur Nutzung des Theaterplatzes läuft noch bis einschließlich Sommer 2021. Wir sind an einer Verlängerung des Vertrags um mindestens fünf Jahre interessiert. Diese wird uns derzeit mit Verweis auf die laufende Kulturhauptstadtbewerbung der Stadt jedoch versagt."

Mangelnde Planungssicherheit wirkt sich negativ auf aktuelle Vorhaben aus

Diese fehlende Planungssicherheit macht es den Organisatoren auch für die aktuellen Saison nicht einfach. Seit Beginn der Filmnächte-Saison im vergangenen Jahr steht die Meisterwerke Neo GmbH mit den verantwortlichen Bürgermeistern, dem Kulturbetrieb, der Wirtschaftsförderung und dem Theater Chemnitz in Kontakt, um eine Übereinkunft über Veranstaltungszeiträume, gemeinsame Produktionsvoraussetzungen und auch über eine langfristige Gestaltung des Kulturquartiers Theaterplatz zu finden. Unklarheiten über die Nutzungszeiträume und -bedingungen am Theaterplatz konnten in den vergangenen Monaten nicht ausgeräumt werden.

Bislang gab es in diesen Gesprächen noch keine konkreten Fortschritte. Nun kommt hinzu, dass die Theater Chemnitz die gemeinsame Nutzung der Filmnächte-Bühne für ihre Spielzeiteröffnung in diesem Jahr abgesagt haben. "Insgesamt drängte sich in den vergangenen Monaten zunehmend der Eindruck auf, dass wir in der Umsetzung unserer programmatischen wie betriebswirtschaftlichen Erfordernisse nicht gleichberechtigt zu anderen - kommunalen - Akteuren behandelt werden", heißt es im Anschreiben weiter.

Konzerte mit 25.000 Menschen auf dem Theaterplatz?

Um die Zukunft des beliebten Sommerevents in der Stadt sicherzustellen, ist aus Sicht der Veranstalter eine gemeinsame Diskussion über die Zukunft des Kulturquartiers Theaterplatz mit verschiedenen Rahmenbedingungen nötig. So stellen sich die Filmnächte-Macher unter anderem eine 150-tägiges Open Air-Geschehen auf dem Theaterplatz vor, davon 60 Tage lang die Filmnächte im Sommer. Daran integriert sollen unter anderem zehn Konzerte in einer Filmnächte-Konzertarena, die bis zu 5000 Sitz- und 20.000 Stehplätze fasst.

 

Langfristig gesehen müsse ein Agieren auf Augenhöhe zwischen städtischen und freien Kulturveranstaltern geschaffen werden, um das volle Kulturpotential der Stadt zu nutzen. Man darf gespannt sein, inwiefern diese Forderungen umgesetzt werden...