Haftbefehl erlassen: Automatensprenger droht Freiheitsstrafe

Blaulicht Mehrfache Sprengungen und Einbruchdiebstähle

Wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in fünf Fällen, in Tateinheit mit - teilweise versuchtem - Diebstahl im besonders schweren Fall hat das Amtsgericht Chemnitz auf Antrag der Staatsanwaltschaft bereits am 6.10.2020 Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr gegen einen 35-jährigen Mann aus Chemnitz erlassen. Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, zwischen dem 23.9.2019 und dem 31.10.2019 im Stadtgebiet von Chemnitz einen Zigaretten- sowie vier Fahr-scheinautomaten gesprengt zu haben. In zwei Fällen gelang es ihm auch, Zigaretten und Geld im Gesamtwert von rund 1650€ zu entwenden; in den anderen drei Fällen hielten die Frontab-deckungen der Detonation stand, so dass der Beschuldigte den Automaten kein Geld entnehmen konnte. Der entstandene Schaden an den Automaten wird auf ca. 124.000€ beziffert.

Beschuldigter bereits vorbestraft

Der Beschuldigte ist bereits mehrfach vorgeahndet und stand zur Tatzeit auch unter Bewährung.Zudem sind gegen ihn weitere Ermittlungsverfahren und Anklagen wegen Einbruchsdiebstählen anhängig. Zuletzt wurde er mit Urteil des Landgerichts Chemnitz vom 14.5.2020 wegen Einbruchsdiebstahls zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt. Das Urteil ist seit dem 6.10.2020 rechtskräftig. Dem Beschuldigten droht im Falle einer Verurteilung eine empfindliche Strafe; das Gesetz sieht für jede einzelne Tat eine Freiheitsstrafe von mindestens ein Jahr vor. Zudem muss er mit dem Widerruf der zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafen rechnen. Der Beschuldigte konnte am 15.10.2020 festgenommen werden und befindet sich nun in Haft.