Jean Schmiedel präsentiert beim Neujahrsempfang

Vernissage Kunst und Demokratie

In New York wird er bereits gefeiert und durch seinen dortigen Galeristen Georges Berges promotet - der Künstler Jean Schmiedel. Am vergangenem Mittwoch war er, im Rahmen des Neujahrsempfangs, im Liberalen Zentrum zu Gast und präsentierte Werke aus seiner aktuellen Ausstellung. Frank Müller Rosentritt zu den Werken: "Die Bilder sind heftig und einfach anders.

Man kann sagen es sind die Handlungen des Lebens zu sehen. Geburt, Sex, Saufen, Kotzen - so wie das Leben eben ist. Es gibt nur wenige Chemnitzer Künstler wie ihn. Vielleicht ist Jean Schmiedel auch gar nicht so anders. Er malt das Leben - und das ist Vielfalt." Der Andrang war groß, über 150 Gäste besuchten die Vernissage und schauten sich die etwas anderen Kunstwerke an.

Besichtigung bis August

"Vielfalt und Freiheit in der Gesellschaft sind der Nährboden des Fortschritts. Die persönliche Freiheit endet jedoch dort, wo man die Freiheit anderer verletzt. Nie hätte ich geglaubt, dass ich mich in meiner Generation für diese grundlegenden Werte des gesellschaftlichen Miteinanders sowie unsere liberale, demokratische Ordnung einmal so stark engagieren und werben muss. Die Ereignisse des vergangenen Jahres in Chemnitz zeigen jedoch, dass sie alles, außer selbstverständlich sind", erzählt der FDP-Bundestagsabgeordnete, der 1982 geboren wurde.

Jean Schmiedel ist 1963 in Karl-Marx Stadt geboren und war einst als Maurer tätig. 1982 erlitt er einen schweren Verkehrsunfall. Bei seinem einjährigem Krankenhausaufenthalt entstanden die ersten künstlerischen Arbeiten. Er widmete sich der Kunst zu und machte sie zu seiner Berufung. Die Kunstwerke des Chemnitzer Künstlers können noch bis August im Liberalen Zentrum am Jakobikirchplatz 2 nach telefonischer Voranmeldung 0371 666 569 44 besichtigt werden.