Kultur-Tausendsassa feiert Jubiläum

Menschen Kabarettist Andreas Zweigler denkt noch lange nicht ans Aufhören

kultur-tausendsassa-feiert-jubilaeum
Andreas Zweigler gibt bald auch musikalisch den Takt an. Foto: A. Seidel

Studiert hat er Mathematik, seine Liebe gilt aber der Musik und Kunst. Dabei ist er ein richtiger Tausendsassa: Mitbegründer des Chemnitzer Kabaretts, Gründer des Fresstheaters, Mitglied der Neuen Westsächsischen Chorvereinigung und "nebenbei" Familienmensch - zum Beispiel zehnfacher Großvater.

Andreas Zweigler feierte in dieser Woche seinen 70. Geburtstag. Natürlich in einer Sondervorstellung, wie es sich für einen Kabarettisten gehört. Und mit einem besonderen Präsent seiner Kollegen. Die schenkten ihm nämlich einen Taktstock, da es seit langem ein Wunsch Zweiglers sei, Musikern eines Orchesters den Takt anzugeben. Im Oktober soll es soweit sein. Das Sächsische Sinfonieorchester will sich von ihm als Dirigent leiten lassen, zumindest für ein Konzert.

Durch die Musik gelangte Andreas Zweigler damals auch zum Kabarett. Als die Karl-Marx-Städter Truppe "Die Lachkartenstanzer" 1970 einen Klavierspieler brauchte, sagte der studierte Mathematiker zu und spielte zwei Jahre lang Piano.

Danach begann er, selbst Texte zu schreiben und aufzuführen. 1983 wurde das Kabarett vom Amateur- in den Berufsstatus umgewandelt, wobei ihm die Leitung übertragen wurde. 1991 benannten sich "Die Lachkartenstanzer" in "1. Chemnitzer Kabarett" um und bespielten den neu gegründeten Verein Chemnitzer Kabarett e.V.. "Nebenbei" gründete Andreas Zweigler 2003 das Fresstheater und ist seitdem dessen künstlerische Leiter. Ans Aufhören denkt der 70-Jährige noch lange nicht.