Kulturhauptstadt 2025: Jury veröffentlicht Bericht über Bewerberstädte

Region Chemnitz Anregungen werden dankend angenommen

Der Titel "Europäische Kulturhauptstadt 2025" steht noch aus, fünf Städte sind weiterhin im Rennen. Nun hat die europäische Jury zur Vergabe des Titels ihre Berichte über die Bewerber veröffentlicht, darunter auch Chemnitz. Enthalten sind in diesem Bericht unter anderem Stärke und Schwächen der Bewerberstädte laut Jury. Diese können als Hinweise und Ansatzpunkte verstanden und genutzt werden.

 

Der Projektleiter der Chemnitzer Bewerbung, Ferenc Csák, bedankt sich für den Bericht: " Wir danken der Jury für ihre detaillierte Rückmeldung. Die Anregungen arbeiten wir gerne in unser zweites Bewerbungsbuch ein. Unser Ziel ist es, im November den Titel als Europäische Kulturhauptstadt 2025 zu gewinnen. Dafür werden wir als Stadt und Stadtgesellschaft und zusammen mit der Region rund um Chemnitz in den kommenden Monaten alle Kräfte bündeln und ersetzen."

 

Es wartet noch Arbeit

 

Auch die nächste Bewerbungsphase wird wieder Schweiß und Tränen erfordern. Vor allem stehen hier Konzepte im Vordergrund, welche die entscheidenden sechs Kriterien weitestmöglich erfüllen können: die Langzeitstrategie, die europäische Dimension, kulturelle und künstlerische Inhalte, die Umsetzungsfähigkeit, die Einbindung der Gesellschaft und die verwaltungsmäßigen Kapazitäten.

Hieran wird laut Csák bereits intensiv gearbeitet, um den Titel zu erhalten und damit die Entwicklung der Region langfristig anzutreiben.

 

Ganz Sachsen würde profitieren

 

Auch Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch äußerte sich zu dem Bericht und speziell zu den drei sächsischen Bewerberstädten, die in der ersten Runde ausschieden: "Ich danke allen drei sächsischen Bewerberstädten, dass sie sich- stellvertretend für ganz Sachsen- auf den Weg gemacht haben. Die Jury hat positive wie negative Aspekte der Bewerbungsbücher (bidbooks) aufgefächert. Mit diesen Bewertungen werden sich sie Bewerberstädte intensiv auseinandersetzen, um zu sehen, welche vielversprechenden Ansätze sie weiterverfolgen können und welche Perspektiven für sie und die Region daraus für die Zukunft erwachsen. Wir wollen die verbliebene sächsische Kandidatin für Europas Kulturhauptstadt 2025 unterstützen, insbesondere im Hinblick auf die Begründung eines international und länderübergreifend positiven Bildes der Bewerberstadt Chemnitz. Und selbstverständlich drücken wir Chemnitz die Daumen!".

 

Die Staatsregierung hat bereits im vergangenen Jahr Vorsorge getroffen, dass eine siegreiche sächsische Bewerberstadt mit einer finanziellen Beteiligung des Freistaates von bis zu 20 Millionen Euro rechnen kann.