Kunst trotz(t) Ausgrenzung

Kunst Wanderausstellung erstmals in Ostdeutschland zu sehen

Ausgrenzung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sind keine Randphänomene, sondern in allen Teilen der Gesellschaft vorhanden. Sie beziehen sich neben Menschen mit Migrationsgeschichte beispielsweise auch auf von Armut oder Wohnungslosigkeit Betroffene, Menschen mit Behinderung oder Langzeitarbeitslose sowie queere Menschen.

Mit der Wanderausstellung "Kunst trotz(t) Ausgrenzung" wird die öffentliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ausgrenzungsphänomenen gesucht. Seit gestern ist die Schau das erste Mal in Ostdeutschland zu sehen. Im Chemnitzer Wirkbau positionieren sich 50 Künstler mit über 200 Exponaten eindeutig gegen Ideologien von angeblicher Ungleichheit und Ungleichwertigkeit von Menschen und in den Kunstsammlungen Chemnitz sind Druckgrafiken aus der Serie "Flagge zeigen" der Edition Staeck zu sehen.

Alle Werke seufzen und sehnen sich nach Heimat

Ausgestellt sind zum Beispiel "Portraits aus Lobetal". Unter Anleitung der Bildhauerin Margit Schötschel haben behinderte Menschen ausdrucksstarke Köpfe und Büsten aus Ton modelliert, die in Bronze gegossen wurden. Die Foto-Arbeiten der Kölner Fotografin Ingrid Bahß erzählen hingegen Geschichten. Der gemeinsame Nenner ist das Seufzen, die Sehnsucht nach Heimat, danach, anzukommen.

Die Ausstellung ist Teil des Bundesprogramms "Demokratie leben!" wurde im Februar 2018 in Kassel bei der "documenta" eröffnet. Bis zum 1. Mai ist sie in Chemnitz zu sehen, danach zieht sie nach Stuttgart weiter.