"Leben am Toten Meer" - Acht Themenfelder beleuchten eine Region

Ausstellung Neue Ausstellung zieht ins smac ein

Das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz, kurz smac, widmet sich in einer neuen Sonderausstellung einer Region, über die es weder in Deutschland noch in Europa je eine Ausstellung gegeben hat, die sich mehr als einem Teilaspekt widmete: "Leben am Toten Meer - Archäologie aus dem Heiligen Land".

Beleuchtung von 12.000 Jahren Geschichte

Die biblischen Geschichten von Sodom und Gomorra sowie die Zerstörung der Stadtmauern von Jericho durch Posaunenklänge sind weithin bekannt und das Mitbringen von Jordanwasser zur Taufe von Kindern und Enkeln bei christlichen Pilgern ins Heilige Land ist gängige Sitte. In "Leben am Toten Meer" soll die Kulturgeschichte der Region in einer zeitlichen Tiefe von rund 12.000 Jahren und in acht Themenfeldern vorgestellt werden.

Modelle und virtuelle Rekonstruktionen ergänzen Exponate

Die Themen ziehen sich dabei um ein medial bespieltes Landschaftsmodell des Toten Meeres. Um das Modell herum schließen sich dann die Themen Wellness, Mobilität, Höhlen-Dörfer-Städte, Macht und Ohnmacht sowie Kult und Religion an. Sie werden vor allem durch Exponate, aber auch durch Modelle und virtuelle Rekonstruktionen beleuchtet. Abgerundet wird die Präsentation zum einen durch einen Bereich zur Forschungsgeschichte, die durch das Spannungsfeld aus Religiosität, Wissenschaft und Politik geprägt ist. Zum anderen werden die außerordentlichen Textilfunde, deren Erhalt der extremen Trockenheit der Region geschuldet ist, vorgestellt.

Mehr als nur Schreckensszenarien

"Ziel der Ausstellung ist es, die Kulturgeschichte dieser lebensfeindlich anmutenden und dennoch anziehenden Region vorzustellen, die auch in der Vergangenheit keine Einheit darstellte, und viel mehr bietet als nur Schreckensszenarien wie Sodom und Gomorra", so das Museum.