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Mit Perfektion zum "guten Ton"

Ausbildung Geigenbauer brauchen gute Ohren und Augen

Es ist ein Beruf für geduldige Perfektionisten: rund 200 Arbeitsstunden sind erforderlich, um aus einem mindestens 50 Jahre alten Holzscheit eine Violine zu bauen. Benötigt werden zudem ein extrem gutes Gehör, ein gutes Auge und viel Fingerspitzengefühl, denn schon kleinste Fehler bei der Holzbearbeitung können den Ton verfälschen. Geigenbauer/-innen sollten daher das Instrument selbst "anspielen" können, um seinen perfekten Bau und den daraus folgenden "guten Ton" überprüfen zu können.

Eine betriebliche Ausbildung ist der klassische Weg, um in diesem traditionsreichen und hochspezialisierten Beruf Fuß zu fassen. Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Alternativ ist aber auch eine vollzeitschulische Ausbildung möglich. Diese dauert dreieinhalb Jahre und wird von den Berufsfachschulen in Mittenwald und Klingenthal angeboten.

Neben einer Beschäftigung in Betrieben des Geigenbauer-Handwerks können Geigenbauer/-innen auch in Reparaturwerkstätten des Musikalien-Fachhandels oder in Museen mit Restaurierungsabteilungen für Musikinstrumente tätig sein. Ebenso ist eine Spezialisierung auf Reparaturen von Profi- und Musikschulinstrumenten möglich. Meist machen sich diese sogenannten "Stadtgeigenbauer" in Großstädten selbstständig, da hier Orchestermusiker/-innen und Musikschüler/-innen ihre Instrumente überprüfen und reparieren lassen.

Geigenbauer/-innen stehen nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss vielfältige berufliche Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten offen. So können sie sich zum/zur geprüften Geigenbaumeister/-in qualifizieren oder als selbstständige/-r Geigenbauer/-in in ihrer eigenen Werkstatt arbeiten. bibb



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