Nach dem Trauma - neues Team hilft Kriegsopfern

Soziales CALM Sachsen eröffnet Zentrum in Chemnitz

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Foto: sturti/Getty Images

Das Projekt CALM Sachsen eröffnet am Mittwoch ein Psychosoziales Zentrum für seelisch belastete Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund (PSZ) in Chemnitz. Das SFZ Förderzentrum ist Träger der Beratungsstelle und mit dem Angebot zuständig für die Stadt Chemnitz, den Erzgebirgskreis und das Vogtland. Ziel sei die bessere Integration der geflüchteten Menschen.

Gleichzeitig sollen die Wiederherstellung der Handlungsfähigkeiten und die Stabilisierung im Alltag erreicht werden. Menschen, die beispielsweise durch die mit der Auflösung gesellschaftlicher Strukturen in ihren Herkunftsregionen einhergehenden Gewalt, Kriegs- und Fluchterfahrungen ein erhöhtes Traumatisierungsrisiko aufweisen, finden in der Beratungsstelle psychologische und psychosoziale Hilfe.

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse sprechen

In einem strukturierten Verfahren werden Betroffene durch Psychologen und Sozialarbeiter in Einzel- oder Gruppengesprächen kostenfrei beraten. Eine weitere Aufgabe ist die Unterstützung bei der Vermittlung in die medizinische oder therapeutische Versorgung der Region.

CALM Sachsen ist ein über die Förderrichtlinie "Integrative Maßnahmen" des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz gefördertes Projekt, das bislang Beratungen in Leipzig und Dresden übernimmt. Ab Mittwoch werden auch in Chemnitz zwei Psychologen, zwei Sozialpädagogen sowie zwei Team- und Sprachassistenten Beratungen in der Innenstadt anbieten.