Neues Leben für die alte Mühle

Denkmal In die Sanierung des Schmidt-Rottluff-Elternhauses kommt Bewegung

In die alte Mühle in Rottluff ist schon seit einiger Zeit wieder Leben eingekehrt; noch nicht immer offensichtlich, aber doch stetig: Seit Jahren bemüht sich ein Förderverein um die Sanierung - immerhin handelt es sich um das Elternhaus des hier aufgewachsenen Karl Schmidt-Rottluff, Expressionist von Weltrang. Nun wurde der nächste Schritt in Angriff genommen: In der vergangenen Woche startete die Sanierung und Rekonstruktion der historischen Mühlentechnik durch eine Spezialfirma aus Mulda im Erzgebirge.

Der erste Schritt ist, die historische Anlage von Staub zu befreien: "Wir müssen schauen, was noch nutzbar ist und was ersetzt werden muss", erklärt Firmenchefin Petra Wegener. "Außerdem stecken in den alten Förderschnecken auch noch Mehl- und Getreidereste. Diese müssen ebenfalls entsorgt werden."

Freistaat Sachsen unterstützt die Rekonstruktion

Diese Rekonstruktion wird aus Denkmalschutzmitteln des Bundes und des Freistaates Sachsen gefördert. Für weitere Sanierungsvorhaben im Elternhaus von Karl Schmidt-Rottluff startete der Förderverein nun eine Crowdfunding-Aktion: Neben der alten Technik soll das Gebäude in eine Begegnungs- und Veranstaltungsstätte entstehen: "Wir wollen uns damit und mit dem benachbarten Landhaus als Areal Schmidt-Rottluff bei der Bewerbung von Chemnitz um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2025 ganz vorn mit positionieren", erläutert Brigitte Pfüller, Vorsitzende des Fördervereins. Insgesamt 20.000 Euro will der Verein deshalb einsammeln.

Dies passiert über die regionale Crowdfunding-Plattform der Volksbank Chemnitz "Viele schaffen mehr". Dabei gilt es für den Förderverein zunächst, 100 Fans für sein Vorhaben zu gewinnen. Sind diese gefunden, kann der Verein beginnen, Geld zu sammeln. Dabei gibt jeder einfach, so viel er möchte - die Volksbank selbst gibt für jeden Euro noch einmal 25 Cent obendrauf. Bis zum 30. Juni 2019 soll das Geld zusammen sein.